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FBL-EURO-2016-FRA-TRAINING
Frankreichs Samuel Umtiti kann noch keinen Länderspieleinsatz vorweisen, steht aufgrund von Sperren und Verletzungen im EM-Viertelfinale vor seinem Nationalelf-Debüt © Getty Images

Frankreich gehen vor dem Viertelfinale gegen Island die Innenverteidiger aus. Nun könnte die große Stunde eines 22-Jährigen ohne Länderspielerfahrung schlagen.

Frankreichs Nationalmannschaft hat im Moment einfach die Innenverteidiger-Seuche, und die könnte nun einen Debütanten ins EM-Viertelfinale gegen Island (Sonntag, ab 20.30 Uhr im LIVETICKER und LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm) spülen.

Gegen den England-Bezwinger bleibt Coach Didier Deschamps wohl nicht viel anderes übrig, als seinen 22 Jahre alten Frischling Samuel Umtiti von Olympique Lyon ins kalte Wasser zu werfen, denn: Gegen Irland sah Sevillas Adil Rami bereits seine zweite gelbe Karte des Turniers, die Stamm-Innenverteidigung mit Laurent Koscielny in der Runde der letzten Acht ist somit gesprengt.

Und die Alternativen sind rar gesät: Lediglich Manchester Citys Eliaquim Mangala könnte ebenfalls Ramis Posten übernehmen, doch der hat nach einer eher durchwachsenen Saison in England nicht viele Unterstützer auf seiner Seite.

Zudem, so berichten französische Medien, soll Umtiti im Kreise der Nationalmannschaft einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben, auch wenn sich seine internationale Erfahrung bisher in Grenzen hält: Lediglich vier Einsätze in der Champions League und 13 Europa-League Spiele stehen zu Buche.

Bereits vor Turnierstart meldeten sich einige Stammkräfte ab: Barcelonas Jeremy Mathieu verletzte sich im März am Meniskus, verpasst deshalb die Heim-EM. Reals Raphael Varane zwickte der Oberschenkel, sodass auch er passen musste und der nun gesperrte Rami nachrückte.

Mathieu Debuchy von Girondins Bordeaux ereilte das gleiche Schicksal wie Varane, zudem verzichtete die Equipe Tricolore auf eine Nominierung von Liverpools Mamadou Sakho aufgrund seiner Dopingsperre.

Nun könnte also Umtitis große Stunde schlagen.

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