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FBL-EURO-2016-MATCH16-ENG-WAL
England-Stürmer Jamie Vardy trifft zehn Minuten nach seiner Einwechslung gegen Wales © Getty Images

Einwechselspieler sind so erfolgreich wie selten. Englands Coach Roy Hodgson, selbst schon mit einem glücklichen Händchen erfolgreich, hat seine eigene Theorie.

Bei der EM schlägt die Stunde der Superjoker.

Tore der Einwechselspieler sind der EM-Trend in Frankreich: Elfmal trafen sie bereits bis zur Halbzeit der Europameisterschaft - bei 47 Treffern ein Schnitt von 22,9 Prozent. 

Dreimal erzielten sie das Siegtor, dreimal das entscheidende 2:0. 

"Es wird eine Besonderheit dieses Turniers sein", prophezeite Englands Trainer Roy Hodgson, nachdem seine Joker Jamie Vardy und Daniel Sturridge durch ihre Treffer die "Battle of Britain" gegen Wales (2:1) entschieden hatten, "die Spiele kommen geballt und schnell. Da ist es gut, wenn man ein paar Spieler hat, die die Abwehr vor neue Fragen stellen."

Auch Frankreichs Coach Didier Deschamps wechselte beim 2:0 gegen Albanien den Sieg ein, als er Antoine Griezmann aufs Feld schickte. Tschechiens Trainer Pavel Vrba machte dank seiner Einwechselspieler Milan Skoda und Tomas Necid gegen Kroatien aus einem 0:2 noch ein 2:2. Das einzige deutsche Jokertor erzielte Bastian Schweinsteiger zum 2:0 gegen die Ukraine - obwohl er eigentlich "das 1:0 absichern" sollte, so Bundestrainer Joachim Löw.

In Frankreich erzielten Joker fast jedes vierte EM-Tor. Zum Vergleich: Vor vier Jahren lag die Quote im gesamten Turnier bei 13,2 Prozent, 2008 bei 16,9 und 2004 bei 15,6. Vor zwei Jahren in Brasilien erzielten Einwechselspieler 16,6 Prozent der Tore, 2010 nur 10,3. 

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