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Borussia Dortmund v Werder Bremen - Bundesliga
Das Stadion in Dortmund hat bei internationalen Partien ein Fassungsvermögen von 65.851 Plätzen © Getty Images

Die Stadt Dortmund erwägt aus der Bewerbung für die Europameisterschaft 2024 in Deutschland auszusteigen. Grund sei ein zu großes finanzielles Risiko.

Dortmund droht mit dem Ausstieg aus der Bewerbung für die Europameisterschaft 2024 in Deutschland.

Grund sei laut Oberbürgermeister Ullrich Sierau ein zu großes finanzielles Risiko. "Wenn wir ja sagen, kaufen wir die Katze im Sack", erklärte der Oberbürgermeister am Dienstag.

Bis zum 12. Juni müssen die insgesamt 14 Städte ihre Bewerbungsunterlagen abgegeben haben. Zehn Kandidaten will der DFB dann für die Bewerbung auswählen.

Laut Sierau fordere der DFB eine pauschale Zusage, ihn "auf eigene Kosten bestmöglich zu unterstützen". Dies bedeutet, dass wenn Dortmund die Bewerbung einreicht, als Stadt in der Haftung wäre.

Höhe der Kosten nicht erkennbar

Die Auflagen der UEFA und des DFB seien aber zu "schwammig", sodass man nicht erkennen könne, wie hoch die Kosten sind, die auf die Stadt zukommen, kritisiert der Oberbürgermeister. Es könnten bis zu 30 Millionen Euro sein. "Wenn das Geschäftsmodell von DFB und UEFA ist, wir bezahlen und sie kassieren, dann ist das etwas einseitig", ärgert sich Sierau.

Am 1. Juni soll nun in einer Ratssitzung entschieden werden, ob man von der Bewerbung zurücktritt.

Für den DFB würde dies bedeuten eine von der UEFA als Elitestadion ausgezeichnete Arena zu verlieren. Die BVB-Arena fasst bei internationalen Partien 65.851 Plätze.

Kaiserslautern ist bereits wegen eines nicht kalkulierbaren finanziellen Risikos ausgestiegen.

Der DFB wird am 15. September entscheiden, mit welchen zehn Arenen das Turnier ausgerichtet werden soll. Das Exekutivkomitee der UEFA fällt die Entscheidung über den Ausrichter im September 2018. Einziger Konkurrent Deutschlands ist die Türkei.

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