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Fassungslos: Ivica Olic (l.) wechselte 2012 vom FC Bayern zum VfL Wolfsburg

Liverpool - Für den VfL Wolfsburg verlief das Comeback in Europa beim FC Everton alles andere als geplant. Manager Allofs ist fassungslos.

Nach der bitteren Rückkehr auf die internationalen Bühne sprach Klaus Allofs Klartext.

"Wer glaubt, dass wir mit dem gleichen Aufwand wie im vergangenen Jahr wieder Fünfter werden, liegt falsch.

Und bei einigen habe ich das Gefühl, sie bringen nicht mal diesen", sagte der Wolfsburger Manager nach dem ernüchternden 1:4 zum Auftakt der Europa League beim FC Everton: "Ich habe vieles gesehen, was nicht gut war." 

Leverkusen nächste Aufgabe

Und bereits am Sonntag hat der VfL mit dem Heimspiel gegen den Tabellenführer Bayer Leverkusen die nächste schwere Aufgabe vor der Brust.

Ein Spiel, auf das Allofs fast schon sorgenvoll blickt: "Leverkusen ist noch ein Tick stärker als Everton, da werden wir ganz anders auftreten müssen."

Im altehrwürdigen Goodison Park von Liverpool reichte aber schon ein Blick in die Gesichter der Wolfsburger, um zu erkennen, wie tief sie die Pleite getroffen hatte.

"Das ist schade, dass wir so als deutscher Vertreter aufgetreten sind", sagte Allofs: "Das tut mir weh."

Große Ambitionen

Dabei war der Bundesligist nach viereinhalb Jahren Abstinenz vom internationalen Fußball mit großen Ambitionen in die Aufgabe beim englischen Erstligisten gegangen.

Doch wie schon zuletzt in der Liga blieben die ambitionierte Niedersachsen hinter den eigenen Erwartungen zurück

"Naiv" sei sein Team aufgetreten, befand der mit einem Magen-Darm-Infekt nach England gereiste VfL-Coach Dieter Hecking.

Weit entfernt von der Form der Vorsaison

Zwei Punkte aus drei Ligaspielen, dazu das knappe Weiterkommen im Pokal beim Zweitligisten Darmstadt 98: Noch ist der VfL von der Form der Vorsaison weit entfernt.

"Das ist noch nicht die Mannschaft, die wir letztes Jahr gesehen haben", sagte Allofs.

Offenbar wiegt auch beim VfL die Belastung der WM schwer, die Neuverpflichtungen wie Aaron Hunt, Sebastian Jung oder Nicklas Bendtner sind ebenfalls noch nicht in Topform. Kevin de Bruyne kritisierte nach dem Schlusspfiff zudem das Defensivverhalten des eigenen Teams.

Englische Presse erleichtert

Die Gastgeber wurden dagegen nicht nur von den etwas über 30.000 Fans im Stadion bejubelt.

Nach den Niederlagen von Arsenal bei Borussia Dortmund (0:2) und von Manchester City bei Bayern München (0:1) war auch die englische Presse erleichtert.

"Nach einer nachdenklich stimmenden Woche hat Everton die englische Ehre wenigstens ein bisschen wiederhergestellt", schrieb die Daily Mail.

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