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Kevin De Bruyne glänzte in Krasnodar mit zwei Treffern und einem Assist

Der VfL Wolfsburg will auch im zweiten Duell mit FK Krasnodar den Höhenflug fortsetzen. Vor allem Kevin De Bruyne macht Mut.

Von Martin Jahns und Daniel Becht

Der VfL Wolfsburg steht und fällt in dieser Saison mit Kevin De Bruyne.

Lange hat der Belgier nach der WM in Brasilien seine Form gesucht. Bis Ende September war De Bruyne beim VfL eher Mitläufer denn Antreiber.

Entsprechend schwer kam der VfL aus den Startlöchern: Nur fünf Punkte holten die "Wölfe" an den ersten fünf Spieltagen der Bundesliga.

In der Europa League setzte es zum Auftakt gar eine deftige 1:4-Packung gegen Everton.

Goldener Oktober dank De Bruyne

Doch nach einem goldenen Oktober herrscht vor dem Rückspiel gegen den FK Krasnodar (ab 20.50 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) in der Autostadt eitel Sonnenschein.

Nicht zuletzt dank De Bruyne.

An zehn Toren war der 23-Jährige, der seine Interviews auch nach fast zwei Jahren in der Bundesliga noch immer auf Englisch abhält, in den letzten acht Pflichtspielen beteiligt.

Sechs Siege in Folge

"Momentan läuft es richtig gut, deswegen bin ich glücklich", sagt De Bruyne im vereinseigenen Videokanal.

Sechs Siege in Folge konnte der VfL zuletzt einfahren.

In der Liga sind die Niedersachsen zumindest tabellarisch erster Bayernjäger, auch wenn die Verantwortlichen davon nichts hören wollen.

Gruppenzweiter in Europa League

Und auch in der Europa League ist das Team von Dieter Hecking als Gruppenzweiter auf Kurs. Vor zwei Wochen gelang in Krasnodar ein 4:2-Sieg. De Bruyne glänzte als Doppeltorschütze.

"Wir haben uns durch den Auswärtssieg in Krasnodar in eine gute Position geschoben", sagt Hecking rückblickend bei SPORT1, will aber von einem Selbstläufer nichts wissen: "Ich habe vor diesem Gegner vor dem Hinspiel gewarnt und ich warne auch heute vor diesem Gegner, weil das Spiel noch längst nicht gewonnen ist."

Das sieht auch De Bruyne so. "Es wird ein anderes Spiel", ist sich der Matchwinner des Hinspiels sicher.

De Bruyne spürt Mehrfach-Belastung

Zumal die Mannschaft unter den regelmäßigen englischen Wochen ächzt. "Das ist schon nicht ohne. Es sind ja keine leichten Spiele dabei. Man muss immer alles geben. Wir geben unser Bestes, bis man irgendwann eine Pause braucht", sagt De Bruyne.

Und angesichts der Dreifachbelastung wird die Personaldecke dünner.

Verzichten muss Wolfsburg dabei in den nächsten Spielen auf Ricardo Rodriguez (Oberschenkelprobleme) und Daniel Caligiuri (Muskelfaserriss). Beide werden weder gegen Krasnodar, noch am Wochenende gegen den Hamburger SV im Kader stehen.

Ein Tor und zwei Torlagen

Doch der VfL hat ja noch De Bruyne.

Am vergangenen Wochenende fertigte er den VfB Stuttgart mit einem Tor und zwei Vorlagen fast im Alleingang ab und schoss sein Team in der Liga so auf Platz zwei.

"Ich bin froh, dass Kevin De Bruyne in der Verfassung ist und im Moment kann er aufgrund seiner herausragenden Leistung auch den Unterschied ausmachen", lobt Hecking bei SPORT1.

Nun soll der Siegeszug auch in Europa fortgesetzt werden.

De Bruyne hat bereits die K.o.-Runde im Blick: "Wenn wir jetzt gewinnen und Everton gegen Lille auch siegt, haben wir vier Punkte Vorsprung. Das muss unser Ziel sein."

VfL Wolfsburg: Benaglio - Jung, Naldo, Knoche, Marcel Schäfer - Guilavogui, Luiz Gustavo - Vieirinha, De Bruyne, Perisic - Olic

FK Krasnodar: Dykan - Jedrzejczyk, Granqvist, Sigurdsson, Kaleschin - Achmedow - Ismailow, Pereyra, Mamajew, Laborde - Ari

Schiedsrichter: Pol van Boekel (Niederlande)

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