vergrößernverkleinern
Granit Xhaka-Borussia Mönchengladbach
Granit Xhaka (l.) und Borussia Mönchengladbach spielten im Hinspiel 1:1 beim FC Zürich © Getty Images

München - Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg kämpfen ums Weiterkommen. Ein Punkt reicht ihnen, aber die Gegner sind unangenehm.

Zwei Klubs, zwei unangenehme Gegner, ein Ziel: Auf Borussia Mönchengladbach und den VfL Wolfsburg wartet am Donnerstag in der Europa League ein Alles-oder-Nichts-Spiel.

Die Ausgangslage ist für beide Vereine nahezu identisch: Gladbach reicht gegen den FC Zürich (ab 19 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) ebenso ein Remis zum Überwintern im Europapokal wie den "Wölfen" im Auswärtsspiel gegen den OSC Lille (ab 20.50 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER).

Chancen auf den Gruppensieg hat aber nur noch die Borussia, die dafür gegen Zürich einen Dreier benötigt.

Favre will gegen Ex-Klub Platz eins verteidigen

"Wir wollen unbedingt gewinnen und Erster bleiben, ganz einfach", sagte Trainer Lucien Favre vor dem Duell mit seinem Ex-Klub."

Auf Unentschieden zu spielen ist ohnehin nicht möglich", erklärte auch Torhüter Yann Sommer, neben Favre und Granit Xhaka einer von drei Schweizern bei der Borussia.

Bei einem Remis wäre immerhin das Weiterkommen garantiert, eine Niederlage dagegen das nahezu sichere Aus.

Kruses Einsatz fraglich

Noch offen ist, ob Nationalspieler Max Kruse fünf Tage nach seinem Kapseleinriss im rechten Sprunggelenk auflaufen kann.

"Max hatte am Mittwoch eine Reha-Einheit. Es ist möglich, dass er im Kader steht", sagte Favre. Sein Comeback wird nach wochenlanger Pause wohl Innenverteidiger Martin Stranzl gaben.

Sorgen bereiten der Borussia die zuletzt starken Auftritte des FCZ.

"In der Liga hätten sie gegen Basel gewinnen können. Und wir haben am Dienstag gesehen, wie gut Basel in Liverpool gespielt hat", sagte Favre.

Zudem hat der VfL-Coach noch immer den 3:2-Sieg der Schweizer gegen den FC Villarreal im Hinterkopf: "Wir haben gegen Villarreal 1:1 und 2:2 gespielt. Das sagt alles. Zürich ist wieder im Rennen."

Kjaer rechnet ab

Der VfL Wolfsburg wurde am Mittwoch in Nordfrankreich von strahlendem Sonnenschein empfangen und geht seine Aufgabe selbstbewusst an.

"Wenn wir in Lille unsere Qualitäten ausspielen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir in die nächste Runde einziehen", sagte VfL-Manager Klaus Allofs vor dem letzten und entscheidenden Gruppenspiel.

Verhindern will das unter anderem Lilles Verteidiger Simon Kjaer, der im Vorfeld der Partie ein paar Rechnungen aus seiner Wolfsburger Vergangenheit begleicht.

"Ich hatte fünf Trainer und drei Sportdirektoren während meiner zwei Spielzeiten beim VfL. Bei diesem Chaos konnten Mannschaft und Spieler nicht ihre besten Leistungen abrufen", erklärte der 25-jährige Däne im "Kicker".

Die aktuellen Wolfsburger Verantwortlichen müssen sich von der Kritik aber nicht angesprochen fühlen: "Mit Klaus Allofs und Dieter Hecking hat Wolfsburg jetzt viel mehr Stabilität und Kontinuität. Das ist wichtig, wenn du eine Mannschaft entwickeln und Erfolg haben willst."

Gefährlich wie ein angeschlagenes Biest

Der Vereinsrekord mit 29 Punkten aus 14 Bundesligaspielen gibt den Niedersachsen Rückenwind. Dazu beherrschte der Klub den französischen Tabellen-15. im Hinspiel, einzig das Ergebnis (1:1) war enttäuschend.

Ein besonderes Spiel im Grand Stade erwartet Josuha Guilavogui. Der Franzose kennt den OSC aus seiner Zeit in der Ligue 1 und warnte: "Lille ist gefährlich wie ein angeschlagenes Biest. Sie können an guten Tagen jeden schlagen."

Er selbst habe eine miserable Bilanz gegen "Les Dogues", verriet Guilavogui den Journalisten: "Bitte sagt das nicht dem Trainer. Ich habe keine Lust, auf der Bank zu sitzen."

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Gladbach - Zürich:

Mönchengladbach: Sommer - Korb, Stranzl (Brouwers), Jantschke, Dominguez - Kramer, Xhaka - Herrmann, Hazard - Raffael, Hrgota (Kruse)

Zürich: Da Costa - Nef, Kecojevic, Alesevic - P. Koch, Elvedi, Kajevic, Buff - Chiumiento - Etoundi, Chermiti

Schiedsrichter: Luca Banti (Italien)

Lille - Wolfsburg:

Lille: Enyeama - Beria, Kjaer, Rozehnal, Corchia - Gueye, Mavuba, Mendes - Delaplace, Roux - Origi

Wolfsburg: Benaglio - Jung, Naldo, Knoche, Rodriguez - Luiz Gustavo, Guilavogui - Vieirinha, de Bruyne, Perisic - Olic

Schiedsrichter: Halis Özkahya (Türkei)

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel