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Sascha Mölders (l.) spielt seit 2011 beim FC Augsburg © Imago

Markus Weinzierl rechtfertigt die Entscheidung in der UEFA Europa League auf Mölders zu verzichten und kritisiert die Regularien. Er fühlt sich als Trainer eingeschränkt.

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl hat seine Entscheidung in der UEFA Europa League auf Sascha Mölders zu verzichten verteidigt und gleichzeitig Kritik an den Nominierungs-Regularien geübt.

"Es war eine sehr schwere Entscheidung und wir haben lange darüber diskutiert. Es ist so, dass wir einen großen Kader haben und die Plätze durch die UEFA beschränkt sind. Deshalb gibt es leider diese Härtefälle", sagte Weinzierl.

Zuvor war Publikumsliebling Mölders überraschend nicht in den 25 Spieler umfassenden Kader berufen worden, was Ehefrau Ivonne zu einer Attacke gegen den Verein auf Facebook verleitet hatte.

"Schon traurig einen Vollblutfußballer, der sich seit Jahren den Arsch aufreißt für seinen Traum, ganz am Boden zu sehen", schrieb die 35-Jährige.

Weinzierl betonte jedoch, wie schwer Mölders Ausbootung ihm gefallen sei und sieht sich im Hinblick auf die anstehenden Spiele der Gruppenphase auch in seiner Handlungsfähigkeit als Trainer eingeschränkt.

"Diese Regel ist für mich als Trainer schwer nachzuvollziehen, da man nicht mehr jede Position doppelt besetzen kann. Es ist für mich und den Verein eine harte und unangenehme Entscheidung, sich auf bestimmte Spieler festlegen zu müssen, aber wir sind da, um Entscheidungen zu treffen", so der 40-Jährige.

Die Augsburger treffen bei ihrer Premiere in der UEFA Europa League am nächsten Donnerstag auf Bilbao.

Neben Mölders wurden auch die Langzeitverletzten Shawn Parker (Kreuzbandriss) und Daniel Opare (Muskelverletzung) sowie Rekonvaleszent Jan Moravek nicht berücksichtigt.

Ein wenig Hoffnung besteht für Mölders aber noch. Sollte der FCA die Gruppenphase überstehen, dürfte der Bundesligist drei weitere Spieler für die weiteren Runden der Europa League nominieren.

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