vergrößernverkleinern
Die Anhänger von Partizan Belgrad verhalten sich nicht immer sportlich © Imago

München - Partizan Belgrad ist auf spezielle Weise gefürchtet. Die Statistik sollte Augsburg jedoch Mut machen. SPORT1 stellt den Europa-League-Gegner des FC Augsburg vor.

Das Gute vorweg: Der FC Augsburg trägt gegen Partizan Belgrad (18 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVETICKER) ein Heimspiel aus.

Die serbischen Fans gelten als wenig zimperlich. Im vergangenen Jahr sorgten sie in der Europa League für einen rassistischen Eklat. Im Spiel gegen Tottenham Hotspur (0:0) rollten die Partizan-Anhänger ein juden- und homosexuellenfeindliches Plakat aus.

Aufgrund der Vorkommnisse verhängte die UEFA damals eine Platzsperre und 40.000 Euro Geldstrafe.  

Krawalle im Derby

Es war nicht das erste Mal, dass der serbische Meister negativ auffiel. 2007 wurde der Balkan-Klub, den einst Lothar Matthäus und Jürgen Röber trainierten, wegen seiner gewalttätigen Anhänger aus dem damaligen UEFA-Cup ausgeschlossen.

In dieser Saison geriet das Derby in der heimischen Liga gegen den Erzrivalen Roter Stern Belgrad außer Kontrolle. Zuschauer beider Lager zündeten Feuerwerkskörper und Blendgranaten – nach dem Spiel lieferten sich die Fangruppen schwere Krawalle. 35 Polizisten wurden verletzt.

Sportlich hat Partizan im Europapokal seit Jahren wenig zu bestellen – erst recht nicht gegen deutsche Teams. Das sollte den Augsburgern doch Mut machen.

Alle acht Auswärtspartien bei einem Bundesligisten gingen verloren. Zuletzt unterlag der serbische Meister 2008 im UEFA Cup mit 0:2 beim VfB Stuttgart. Zuvor gab es mal ein 1:3 beim FC Bayern (2002).

Der letzte Sieg gegen ein deutsches Team gelang Partizan 1983 Jahren gegen Dynamo Berlin (1:0) – fast 32 Jahre ist das jetzt her.

Nachdem die Serben in der Champions-League-Qualifikation knapp an BATE Borissow scheiterten (0:1, 2:1), wollen sie in dieser Saison das schaffen, was ihnen seit 2005 nicht mehr glückte: der Einzug ins Achtelfinale der Europa League (davor UEFA Cup).

Torreicher Auftakt

Der erste Schritt dahin war der 3:2-Sieg gegen AZ Alkmaar zum Auftakt der Gruppenphase. Wenn die Augsburger genau hingeschaut haben, wird ihnen der womöglich größten Trumpf des Gegners nicht entgangen sein: das torgefährliche Offensiv-Duo Aboubakar Oumarou und Andrija Zivkovic, auf dessen Konto alle drei Treffer gingen.

Öfter als Belgrad traf am ersten Spieltag nur der SC Neapel (5:0 gegen FC Brügge). Der FCA sollte auf der Hut sein. 

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel