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München - Gerade auf internationalem Parkett hat Klaas-Jan Huntelaar schon oft seinen Job erledigt. Genau darauf baut Schalke auch beim Europa-League-Debüt bei APOEL.

Wenn der FC Schalke 04 am Donnerstagabend bei APOEL Nikosia (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) in die UEFA Europa League startet, werden die Knappen vor allem auf einen Spieler setzen: Klaas-Jan Huntelaar.

Der Hunter gilt in Gelsenkirchen längst als Inbegriff des internationalen Top-Stürmers, dessen Tore für die Königsblauen unverzichtbar sind.

Elfmeter verschossen? Egal!

Dabei konnte man noch vor einer Woche nicht behaupten, dass der Angreifer gut in die neue Saison gekommen ist. Zwar hatte er sich gleich am ersten Spieltag beim 3:0-Sieg in Bremen in die Torschützenliste eingetragen, doch anschließend mutierte der Hunter zum Sinnbild der Schalker Hilflosigkeit.

Beim 1:1 gegen Darmstadt und beim 0:3 in Wolfsburg brachte Huntelaar kein Bein auf den Boden und machte auch in der EM-Qualifikation mit den Niederlanden beim 0:1 gegen Island eine unglückliche Figur.

Als er dann auch noch gegen Mainz seinen vierten Elfmeter in Folge verschoss, gab es nicht wenige königsblaue Fans, die ihn am liebsten auf der Ersatzbank gesehen hätten.

Die Fakten sprechen für den Hunter

Wie sich der 32-Jährige dann aber selbst aus dem Sumpf zog, nötigte nicht nur den Schalke-Anhängern jede Menge Respekt ab. Den 2:1-Siegtreffer erzielte er mit purer Willenskraft und verhalf seinem Team zum dringend benötigten Heimerfolg.

Für die Knappen ist Huntelaar nicht erst seit dieser Szene eine Art Überlebensfaktor. Gerade international spielt er auf Schalke seit Jahren in einer eigenen Liga. SPORT1 fasst die Eckdaten des Hunters zusammen:

  • Huntelaar ist auf internationalem Parkett bissig - vor allem auf Vereinsebene. In 71 Begegnungen, (33 Mal Champions League, 38 Mal Europa League/UEFA-Cup) erzielte er zwischen 2004 und 2015 insgesamt 46 Tore und gab sechs Torvorlagen.
  • Vor allem in der Europa League zeigte Huntelaar seine Qualitäten als Knipser. Allein in der Saison 2011/12 traf er in zwölf Partien 14 Mal - vier Mal davon gegen HJK Helsinki und drei Mal gegen Viktoria Pilsen.
  • Auch in der vorigen Champions-League-Spielzeit ließ Huntelaar nicht locker: Fünf Treffer in acht Partien sind eine durchaus beachtliche Bilanz. Sein Doppelpack beim 4:3-Sieg der Knappen bei Real Madrid reichte nicht ganz, um das 0:2 aus dem Achtelfinal-Hinspiel zu drehen.
  • Wenngleich er in der Nationalelf aufgrund der großen Konkurrenzsitiation seit jeher einen schweren Stand hatte, stand der Hunter auch im Oranje-Trikot seinen Mann: Mit 41 Tore in 74 Länderspielen brachte er den Nachweis der internationalen Klasse.

Wenn die Schalker also am Abend in Nikosia aufkreuzen, dann liegt ein Großteil der Hoffnungen auf den Schultern ihres Top-Stürmers. Und die Wahrscheinlichkeit ist nicht gerade klein, dass der Hunter diese Hoffnungen auch erfüllen wird.

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