Video

Dortmund und Saloniki - Der BVB gerät regelmäßig in Rückstand, kämpft sich aber immer wieder zurück - der Kraftaufwand ist enorm. Beim Gipfel gegen Bayern könnte ein Fehlstart gravierend sein.

0:1 - dieser Zwischenstand kann bei Borussia Dortmund niemanden mehr schocken.

Beim 1:1 gegen PAOK Saloniki lag der BVB im 14. Pflichtspiel der Saison zum rekordverdächtigen siebten Mal hinten.

"Der Rückstand kam komplett aus dem Nichts, das verfolgt uns", gestand Trainer Thomas Tuchel hinterher. "Wir haben eine Vielzahl von Chancen herausgespielt und uns von dem Rückstand nicht beeindrucken lassen", so der 42-Jährige weiter.

Doch auszugleichen oder das Spiel gar zu drehen, kostet das Team auch regelmäßig enorm viel Kraft. Dabei haben die Borussen durch die Europa-League-Qualifikation ohnehin schon reichlich Spiele in den Beinen.

Das Positive: Die Dortmunder wackeln immer nur kurz, aber sie fallen nicht. Die Standfestigkeit spricht für die Mentalität im Team von Thomas Tuchel.

14 Spiele in Folge ungeschlagen

"Wir sind danach komplett dominant geblieben. Wir haben bis zur 80. Minute fast keinen Torschuss zugelassen, haben an uns geglaubt und das Tempo in der zweiten Hälfte nochmals erhöht", analysierte Tuchel.

Irgendwann wird zwangsläufig auch die Serie des Rückstand-Drehens zu Ende gehen, ebenso wie die von 14 ungeschlagenen Spielen in Folge.

"Wir können mit dem Ergebnis in dieser hitzigen Atmosphäre glücklich sein. Wir haben es über 90 Minuten relativ gut und abgeklärt gemacht", sagte Ausgleichstorschütze Gonzalo Castro nach dem 1:1 bei SPORT1.

Ein Ergebnis, mit dem die Dortmunder beim Ligagipfel gegen den FC Bayern am Sonntag (ab 17 Uhr bei SPORT1.fm im LIVETICKR) generell gut leben könnten. Es wäre wettbewerbsübergreifend das vierte Unentschieden in Folge.

Doch Tuchels Mentalitätsmonster wollen in München mehr. "Klar wird es eins der schwersten Spiele in der Bundesliga", räumt Castro zwar ein, fügt aber auch hinzu: "Wir freuen uns darauf und hoffen, da gewinnen zu können." Forsche Töne von Tuchels Fehlstartern.

Am Sonntag werden Kapitän Mats Hummels, Sokratis, Ilkay Gündogan, Shinji Kagawa und Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang in die erste Elf zurückkehren.

Schmelzer und Ginter vor Rückkehr

Auch der in Thessaloniki eingewechselte und erneut agile Marcel Schmelzer sowie der formstarke Matthias Ginter werden dem Team beim Rekordmeister ein anderes Gesicht verleihen.

Die Rotationsmaschine lief zwar nicht schlecht bei PAOK, doch knitterfrei sitzt der zweite Anzug noch nicht. Das zeigte auch die zwischenzeitliche Angriffsflaute zwischen der 24. und 71. Minute. 

Durch die Umstellungen funktionierten die Automatismen nicht so reibungslos wie in der etatmäßigen ersten Elf.

Aus der waren nur Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan und Julian Weigl übrig geblieben. Zu wenig, um den kombinationsfreudigen Ballbesitzfußball von Tuchel zum Tragen zu bringen.

In der Europa League verteidigte Dortmund durch das Remis den ersten Platz in der Gruppe C. In der Liga ist der Rückstand auf die Bayern zuletzt jedoch angewachsen, selbst drei Punkte in München würden nicht die Tabellenführung bringen.

Doch Rückstände, so scheinen es Tuchel und seine Drehmoment-Profis zu interpretieren, sind schließlich dazu da, um aufgeholt zu werden.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel