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Konstantinos Stafylidis (l.) und der FCA dürfen weiter vom Achtelfinale träumen
Konstantinos Stafylidis (l.) und der FCA dürfen weiter vom Achtelfinale träumen © Getty Images

Augsburg - Der FC Augsburg und Jürgen Klopps Liverpooler trennen sich in einer intensiven Partie unentschieden. FCA-Stürmer Bobadilla muss frühzeitig verletzt vom Feld.

Für Jürgen Klopp war die Rückkehr nach Deutschland wenig glanzvoll: Der 48-Jährige kam mit dem großen FC Liverpool beim kleinen FC Augsburg nicht über eine magere Nullnummer hinaus, hat aber dennoch beste Aussichten, das Achtelfinale in der UEFA Europa League zu erreichen.

Der FCA benötigt dagegen am kommenden Donnerstag (25.2.) an der legendären Anfield Road schon ein kleines Wunder und mindestens ein Tor zum Weiterkommen (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Die Mannschaft des früheren Dortmunders Klopp kontrollierte in einer umkämpften, spielerisch aber höhepunktarmen Partie weitgehend das Geschehen. Glanzpunkte setzten Emre Can, Roberto Firmino und Co. jedoch zu selten, auch wenn die Reds nach der Pause aktiver wurden.

"Wir hatten Chancen, aber ich bin nicht wirklich glücklich mit dem Spiel. Augsburg hat das taktisch gut gemacht. Man muss die Kirche im Dorf lassen, das Ergebnis ist in Ordnung. Wir haben gekämpft, sind gelaufen. Heute hat man gesehen, dass wir nicht eingespielt sind", sagte Klopp anschließend zu SPORT1.

Der FCA trat im größten Spiel der bisherigen Vereinsgeschichte sehr engagiert auf. In der Offensive fehlten jedoch der Mut und auch die Klasse (SERVICE: Der LIVETICKER zum Nachlesen).

Bobadilla muss früh vom Feld

Allerdings musste der FCA bereits nach 23 Minuten Torjäger Raul Bobadilla, in der Gruppenphase mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze, durch Caiuby ersetzen.

Der 28-Jährige dürfte mit einer Verletzung am linken Oberschenkel auch am Sonntag für das Kellerduell des FCA bei Hannover 96 fraglich sein.

Während Augsburg in der Liga gefordert ist, kann Liverpool am Wochenende regenerieren. In England steht FA Cup an, Liverpool ist aber bereits ausgeschieden.

Weinzierl wechselt durch

Weinzierl, der sich vor dem Anpfiff angeregt mit Klopp unterhielt, nahm nach dem 1:3 im Derby gegen den FC Bayern gleich sechs Änderungen in seiner Startelf vor.

Klopp vertraute dagegen der Mannschaft, die am Wochenende in der Premier League bei Aston Villa mit 6:0 gewonnen hatte.

Und die Reds sahen sich gleich einmal einem FCA gegenüber, der früh attackierte und Liverpool so erst einmal in Verlegenheit brachte.

Bereits in der vierten Minute kam Bobadilla zur ersten Chance. Sein Aufsetzer landete aber auf dem Tor. Auch in der Folge waren die Schwaben gegen den Traditionsklub von der Insel bemüht, Druck aufzubauen. 

Liverpool kämpft sich rein

Liverpool begann dagegen abwartend.

Erst ein schwerer Patzer von Markus Feulner brachte die Gäste in aussichtsreiche Position. Marwin Hitz hatte mit dem Schüsschen des Ex-Hoffenheimers Firmino, im Sommer für 41 Millionen zum LFC gewechselt, aber keine Probleme (8.).

Das Team von Trainer Klopp, der mit Dortmund in der Bundesliga immerhin drei von vier Spielen in Augsburg gewinnen konnte (1 Remis), agierte fortan kontrollierter, ohne wirklich zu überzeugen. 

Ji trifft den Außenpfosten

Die Augsburger taten sich schwer, Möglichkeiten herauszuspielen. Im Mittelfeld fehlte ohne den verletzten Schlüsselspieler Daniel Baier etwas die Struktur und vorne oft auch die Wucht von Bobadilla - bis zur 45. Minute, als Alexander Esswein plötzlich alleine vor Simon Mignolet auftauchte, aber scheiterte.

Ebenso frei stand Sturridge, der LFC-Star traf den Ball aber nicht richtig (54.). Liverpool drehte nun etwas auf und zwang FCA-Kapitän Paul Verhaegh fast zu einem Eigentor (59.). Hitz klärte gerade noch, wie auch gegen Alberto Moreno (70.).

Vom FCA kam nicht mehr viel. Die beste Möglichkeit hatte Dong-Won Ji (86.), der nur den Außenpfosten traf.

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