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1. FSV Mainz 05 v RSC Anderlecht - UEFA Europa League
Stefan Bell und Mainz müssen sich mit einem Remis gegen Anderlecht zufrieden geben © Getty Images

Mainz und Krasnodar - Die Spieler des FSV Mainz 05 sind mit dem Remis gegen Anderlecht unzufrieden. Bei Schalke ist die Stimmung großartig. Die Reaktionen zu den Spielen der deutschen Teams.

Der FSV Mainz 05 verspielt den zweiten Sieg in der Gruppenphase der UEFA Europa League gegen RSC Anderlecht. Dagegen marschiert der FC Schalke 04 durch den dritten Sieg im dritten Spiel bei FK Krasnodar Richtung K.o.-Runde.

SPORT1 hat mit Beteiligten gesprochen und fasst die Reaktionen zusammen.

Yunus Malli (Mainz 05): "Wie so oft in dieser Saison war die erste Halbzeit gut. In der zweiten haben wir dann ein bisschen nachgelassen, warum auch immer. Der Gegner stand tief und wollte kontern, deswegen hatten wir nicht die Räume, die wir für unser Spiel brauchen. Der Platz war auch schwer zu bespielen, aber trotzdem müssen wir so ein Ding über die Zeit bringen."

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Stefan Bell (Mainz 05):

Zum Gegentor: "Niko lässt sich beim Zweikampf ein bisschen weit rausziehen, dadurch sind wir in der Mitte ein bisschen in Probleme geraten. Aber man muss auch sagen, dass die Flanke perfekt gespielt war."

Zu einem möglichen Mentalitätsproblem: "Das glaube ich nicht. Wir haben meiner Meinung nach auch eine dominante zweite Halbzeit gespielt. Wir hatten sehr viel Ballbesitz und gute Spielzüge aus dem Spiel heraus. Es war das Spiel, das man erwarten konnte. Zwischen zwei Mannschaften, die auf einem ähnlichen Level spielen. Von den Großchancen her geht der Punkt für uns in Ordnung."

Nico Bungert (Kapitän Mainz 05): "Wir haben in der ersten Halbzeit die gefährliche Phase von Anderlecht gut überstanden, nachdem unser Torwart zweimal klasse gehalten hat. In der zweiten Halbzeit dachten wir eigentlich, dass wir das Spiel ganz gut im Griff haben. Aber mit einer Torchance, die Anderlecht hatte, haben wir uns dann die drei Punkte nehmen lassen. Wir können mit dem Punkt leben. Wir sind ein bisschen enttäuscht, denn wir hatten uns fest vorgenommen, den ersten Heim-Dreier einzufahren."

Zur Gruppensituation: "Wir haben noch zwei schwere Auswärts-Aufgaben gegen Mannschaften, die schon viel europäische Erfahrung haben. Das wird nicht leicht. Das haben wir auch vorher nicht erwartet. Jetzt kommt es darauf an, dass wir zeigen, dass wir auch auswärts etwas holen können."

Martin Schmidt (Trainer Mainz 05): "Wir haben das Heft von Anfang an in die Hand genommen. Wir haben dominiert und sind in Führung gegangen. Dann hatten wir eine gute Balance und haben den Gegner eine Stunde lang vom Tor weggehalten. Dann kam eine Phase, in der wir durch ihre langen Bälle etwas wacklig waren. Wir wussten, dass wir mit einem Tor nachlegen mussten. Das hat dann aber Anderlecht geschafft, deshalb ist die Punkteteilung gerecht."

Rouven Schröder (Sportdirektor Mainz 04): "Es war ein gerechtes Unentschieden. Das Positive ist, dass wir ungeschlagen geblieben sind. Anderlecht hat individuell den ein oder anderen Angriff gut nach vorne gestaltet. Wir waren nicht zwingend nach vorne, aber die letzten zehn Minuten waren wir noch mal am Drücker. Der Boden war schwer zu bespielen. Wir müssen auf jeden Fall zielstrebiger spielen und die Pässe besser anbringen."

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Zu den Fehlern in der Defensive: "Das sind individuelle Dinge, die wir ansprechen müssen. Aber gegen eine so offensivstarke Mannschaft wie Anderlecht kannst du nicht alles verteidigen. Wir müssen uns aber auch besser verhalten."

Rene Weiler (Trainer RSC Anderlecht): "Die Art und Weise des Spiels hat mir sehr gut gefallen. Ich bin zufrieden. Ich muss der ganzen Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat gut reagiert, trotz der vielen jungen Spieler. Auswärts hier in Mainz ist es nicht einfach."

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FK Krasnodar gegen Schalke 04

Markus Weinzierl (Trainer Schalke 04): "Wir haben heute verdient gewonnen. Wir haben toll gefightet, sind als Mannschaft in Führung gegangen und haben das Ergebnis als Mannschaft verteidigt. Wir haben alles gegeben und stehen mit neun Punkten sehr schön da. Wir haben uns nicht absichtlich zurückgezogen. Wenn du in Führung gehst, hast du etwas zu verlieren. Da kommt die Psychologie mit dazu. Eigentlich wollten wir länger so mutig weiterspielen."

Benedikt Höwedes (Kapitän Schalke 04): "Vom Ergebnis her sind wir absolut zufrieden. Wir führen die Gruppe mit neun Punkten an. Wir haben ein schönes Tor gemacht. Dann sind wir immer passiver geworden, jedoch ohne dass der Gegner zu großen Chancen gekommen ist. Von daher muss man auch mal ein dreckiges Spiel gewinnen. Wir wollten eigentlich auf Konter spielen, waren aber dann oft zu unsauber. Aber bis auf die letzten drei Minuten haben wir es in der Defensive ordentlich gemacht."

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Naldo (Schalke 04): "Wir hatten heute sehr viel Selbstvertrauen. Wir haben in der Kabine gesagt, dass es nicht einfach werden würde - und das war es auch nicht. Die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Es haben viele neue Spieler gespielt. Wir haben einen breiten Kader und das haben wir heute gezeigt."

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