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Yevhen Konoplyanka (l.) trifft in Krasnodar in der ersten Hälfte per Volley-Kracher © SPORT1

Krasnodar - Der FC Schalke 04 befindet sich weiter auf bestem Wege in die K.o.-Runde der UEFA Europa League. Konoplyanka vermiest die Stadioneinweihung von FK Krasnodar.

In der Bundesliga holprig, international glänzend: Trotz vieler Verletzungssorgen hat der FC Schalke 04 seine Siegesserie in der UEFA Europa League ausgebaut und Kurs auf die K.o.-Phase genommen.

Durch das erste Pflichtspieltor des Ukrainers Yevhen Konoplyanka (11.) gewannen die lange überlegenen Königsblauen beim FK Krasnodar, der seine spektakuläre neue WM-Arena einweihte, verdient mit 1:0 (1:0). (Ergebnisse der UEFA Europa League)

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"Wir haben heute verdient gewonnen. Wir haben toll gefightet, sind als Mannschaft in Führung gegangen und haben das Ergebnis als Mannschaft verteidigt", freute sich Weinzierl bei SPORT1 über die gute Leistung.

Höwedes feiert Jubiläum

"Wir haben ein schönes Tor gemacht. Dann sind wir immer passiver geworden, jedoch ohne dass der Gegner zu großen Chancen gekommen ist. Von daher muss man auch mal ein dreckiges Spiel gewinnen", sagte Schalkes Kapitän Benedikt Höwedes, der sein 300. Pflichtspiel für die Knappen absolvierte, bei SPORT1.

Schalke übernahm nach dem dritten Sieg im dritten Spiel die Tabellenspitze der Gruppe I und hat beste Chancen, zum siebten Mal in Folge die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs zu überstehen. (Tabellen der UEFA Europa League)

"Wir hatten heute sehr viel Selbstvertrauen. Wir haben in der Kabine gesagt, dass es nicht einfach werden würde - und das war es auch nicht", meinte Abwehrchef Naldo bei SPORT1.

Di Santo ersetzt Embolo

Trainer Markus Weinzierl veränderte seine Startelf wegen der vielen Verletzungsausfälle im Vergleich zur Bundesliga-Partie beim FC Augsburg am vergangenen Samstag auf sechs Positionen.

Daten zu Krasnodar gegen Schalke
Naldo und Nastasic hielten die Schalker Abwehr zusammen © SPORT1/imFootball

Für den schwer verletzten Breel Embolo stürmte statt Torjäger Klaas-Jan Huntelaar überraschend Franco Di Santo in der Spitze. Zudem ersetzten Dennis Aogo, Max Meyer und Konoplyanka die daheimgebliebenen Nabil Bentaleb, Leon Goretzka und Eric Maxim Choupo-Moting. Für Alessandro Schöpf und Johannes Geis rückten Junior Caicara und Benjamin Stabmouli in die Startaufstellung.

"Es haben viele neue Spieler gespielt. Wir haben einen breiten Kader und das haben wir heute gezeigt", strich Naldo heraus.

Die Schalker übernahmen von Beginn an die Spielkontrolle und kreierten früh Torchancen. Schon in der 7. Minute wurde es das erste Mal wirklich brenzlig: Eine Flanke von Aogo fand Meyer, der nur knapp scheiterte. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Konoplyanka trifft sehenswert

Wenig später klappte es dann besser: Nach einem Kopfballduell zwischen Matija Nastasic und Kouassi Eboue, fiel der Ball Konoplyanka an der Strafraumgrenze vor die Füße - der Neuzugang verwandelte sehenswert aus rund 14 Metern volley ins rechte obere Eck. (Statistik zum Spiel)

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In der Defensive standen die Schalker sicher und machten die Räume eng, die Gastgeber fanden bei ihrer Stadionpremiere im neuen modernen Krasnodar-Stadion über weite Strecken kein Mittel.

In der 23. Minute musste Ralf Fährmann das erste Mal eingreifen, doch der Torschuss von Odil Achmedow bereitete dem Schalker Torhüter keine Probleme. Nach 30 dominanten königsblauen Minuten ließ die Weinzierl-Elf etwas nach, die Fernschüsse der Russen von Interimstrainer Igor Schalimow blieben jedoch völlig ungefährlich.

Schalke muss in Schlussphase zittert

Nach der Pause wurde das Spiel umkämpfter und die beiden Torhüter sorgten zunächst für Aufsehen. Erst verschätzte sich Krasnodars Stanislaw Krizjuk, als er zu lange mit seinem Abspiel wartete und den heranstürmenden Di Santo anschoss.

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Wenige Augenblicke blockte Krasnodars Ari einen Abschlag Fährmanns - Schalke hatte Glück, dass der Ball nur ins Toraus rollte.

Ab der 60. Minute wurden die Knappen zunehmend unkonzentriert und die Russen, die in der Liga derzeit nur auf dem sechsten Platz der Tabelle stehen, kamen häufig gefährlich vor das Tor. Ein Gegentor ließ der Bundesligist auch dank guter Paraden Fährmanns aber nicht zu.

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