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In Lyon gerieten die beiden Fanlager aneinander © Getty Images

Beim Spiel zwischen Lyon und Istanbul eskalieren Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fan-Lagern. Selbst Sicherheitskräfte werden attackiert.

Schlimme Szenen beim UEFA-Europa-League-Viertelfinale zwischen Olympique Lyon und Besiktas Istanbul.

Schon vor dem Anpfiff lieferten sich Besiktas-Fans heftige Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitsdienst und französischen Fans. Im Anschluss stürmten hunderte Lyon-Fans das Spielfeld im Stadion.

Die Lyon-Anhänger flüchteten nach Angaben der Gastgeber vor Pyrotechnik und Gegenständen, die aus dem Oberrang auf Zuschauer geworfen wurden. Im Internet kursierten zudem Videos, auf denen heftige Ausschreitungen auf den Tribünen zu sehen sind.

Wurfgeschosse flogen, um die Situation vor den auf das Feld stürmenden Anhängern zu beruhigen, schalteten Sicherheitskräfte Rasensprenger ein.

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Vor dem Stadion gab es weitere Ausschreitungen © Getty Images

Auf dem Rasen herrschte für mehrere Minuten Chaos. Lyons Klubpräsident Jean-Michel Aulas mischte sich unter die Menge und versuchte, mit einem Megaphon die Lage zu beruhigen. Um 21.50 Uhr wurde die Begegnung schließlich mit fast 45-minütiger Verspätung angepfiffen.

"Ich hätte nicht gedacht, dass das Spiel statt finden könnte", sagte Aulas später in L'Equipe und nahm gleichzeitig die Fans seines Teams in Schutz: "Sie hatten nur die Möglichkeit, auf den Platz zu flüchten." Die Zeitung spricht von einer "Chaosnacht".

Schon vorher war es außerhalb des Stadions zu Ausschreitungen gekommen, bei denen ein Ordner verletzt wurde. Türkische Fußball-Fans lieferten sich nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP vor der Arena Auseinandersetzungen mit dem Sicherheitspersonal. Vor einem weiteren Eingang trafen zudem rivalisierende Fans aufeinander.

Aus Deutschland angereiste Besiktas-Fans zerstörten dem Bericht zufolge zudem zwei Glastüren am Fanshop der Gastgeber, da es für das ausverkaufte Spiel keine Tickets mehr zu erwerben gab.

Die Behörden hatten die Begegnung als Hochrisikospiel eingestuft, 1000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

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