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Köln-Trainer Peter Stöger glaubt nach dem Sieg gegen Borisov an ein Weiterkommen. Julian Nagelsmann sorgt sich um Abwehrchef Vogt. Stimmen zur Europa League.

Die Blamagen deutscher Klubs in der UEFA Europa League haben am vierten Gruppenspieltag ein Ende gefunden.

Sowohl der 1. FC Köln als auch Hertha BSC haben haben mit Siegen ihre Chance auf die nächste Runde in der Europa League am Leben gehalten, auch die TSG Hoffenheim darf trotz eines späten Ausgleichstores noch von der K.o.-Runde träumen.

Die Kölner besiegten BATE Borisov nach einer furiosen zweiten Halbzeit mit 5:2 (1:2)Hertha BSC gewann gegen Sorja Lugansk aus der Ukraine 2:0 (1:0)Hoffenheim spielte 1:1 (0:1) beim türkischen Vizemeister Istanbul Basaksehir.

SPORT1 fasst die Reaktionen zum 4. Spieltag in der UEFA Europa League zusammen:

1. FC Köln - BATE Borisov: 5:2

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Die zweite Halbzeit war in Ordnung. Ich freue mich, dass wir ein paar Tore gezeigt haben und unsere Zuschauer Spaß hatten. Das war eine gute Reaktion und zeigt, dass die Moral in Ordnung ist. Wir haben in der Pause ein paar Dinge angesprochen, um dann in der zweiten Hälfte das Spiel zu drehen. Das Abwehrverhalten war viel zu billig. Da darf man sich nicht wundern, wenn man kaum Spiele gewinnt. Wir haben davon gesprochen, dass ein Erfolgserlebnis wichtig ist. Das haben wir geschafft. Nichts ist unmöglich. Wir haben noch Einiges zu reparieren, in der Europa League, aber vor allem in der Meisterschaft."

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Timo Horn (1. FC Köln): "Die fünf Tore haben für einiges entschädigt, was in den letzten Wochen von uns geboten worden ist. Es war zum Teil sehr schwer für die Fans, weiter hinter uns zu stehen. Die zweite Hälfte mit vier Toren war sehr stark. Wir haben aber trotzdem zwei Tore kassiert. Für mich unverständlich, dass wir nach dem 1:0 aufhören, Fußball zu spielen. Die Lage von uns ist weiterhin höchst prekär. Das ist nicht mit einem Sieg alles gutzumachen. Wir müssen gegen Hoffenheim direkt nachlegen. Es wäre optimal, mit zwei Siegen in die Länderspielpause zu gehen. Damit wir uns ein bisschen Selbstvertrauen holen können. Aber das geht nur über den Einsatz."

Simon Zoller (1. FC Köln): Nach einem gutem Beginn sind wir etwas in einen Trott reingekommen. Aber wir wissen, dass wir ein Spiel drehen können. Wir haben das im letzten Jahr oft genug bewiesen. Am Ende waren sie mausetot und wir haben es sehr gut ausgespielt."

Matthias Lehmann (1. FC Köln): "Das zweite Tor war Wahnsinn. Ein Fallrückzieher auf ein Meter Höhe – das hat er super gemacht. Aber das passt natürlich zur Situation. Da schüttelst du dich schon kurz und fragst dich, ob du im falschen Film bist. Aber der Trainer hat die richtigen Worte in der Halbzeit gefunden und die zweite Halbzeit war richtig furios. Dass wir dann vier Tore in einer Halbzeit schießen, ist ein geiles Gefühl."

Leonardo Bittencourt (1. FC Köln): "Da gehst du 1:0 in Führung, hast den Gegner voll im Griff und hörst dann auf, Fußball zu spielen. Das 2:1 war ein schönes Tor, aber das konnten wir nicht auf uns sitzen lassen. Ich denke, dass heute wieder ein positiver Schub ist. Jedes Erfolgserlebnis ist in dieser Phase enorm wichtig. Wir haben Sonntag ein brutales Spiel vor uns – wieder zu Hause. Vor den Fans muss ich auch einmal den Hut ziehen, wie die hinter uns stehen – das machen nicht viele."

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Istanbul Basaksehir - TSG Hoffenheim: 1:1

Julian Nagelsmann (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir hatten mehr Räume als im Hinspiel. Die müssen wir besser nutzen und ein Tor nachlegen. Wir hatten am Ende nicht mehr die Power, ansprechend zu verteidigen. Der Druck war zu groß."

zu Kevin Vogt: "Ihm geht es nicht so gut. Wir haben noch keine Diagnose, die müssen wir abwarten – das Geräusch war jedoch nicht so gut. Ich gehe erst einmal von etwas Schlechterem aus, als ich hoffe. Das Spiel war aber nicht überhart."

Florian Grillitsch (Torschütze TSG Hoffenheim): "Die erste Halbzeit war ausgeglichen, deshalb haben wir uns in der Kabine viel vorgenommen. Dann ist uns früh das 1:0 gelungen. Danach haben wir es verpasst, weiter Fußball zu spielen und das 2:0 zu machen. So wurde es am Ende sehr schwer. Der späte Ausgleich ist sehr bitter und wir sind sehr enttäuscht. Dennoch - wir müssen nach vorne schauen. Wenn wir die beiden kommenden Spiele in der Europa League gewinnen, ist das Weiterkommen möglich."

Andrej Kramaric (TSG Hoffenheim): "Ich weiß nicht, ob ich glücklich oder traurig bin. Eher traurig. Wir holen hier zwar einen Punkt, aber bekommen so spät das Gegentor. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Das nervt. Warum uns das passiert, kann ich nicht sagen. Wir können noch weiterkommen, aber dafür müssen wir alles abrufen." 

Hertha BSC - Sorya Lugansk: 2:0

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Alle jungen Spieler haben heute richtig gut gespielt. Es lohnt sich mit jungen Spielern zu arbeiten, aber sie sind noch in ihrer Ausbildung."

zu Davie Selke: "Davie hat seinen Job gemacht. Ich bin froh, dass er getroffen hat und 90 Minuten spielen konnte."

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Davie Selke (Doppeltorschütze Hertha BSC): "Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir hatten einen Plan, den haben wir gut umgesetzt. Ich will mich nicht mit meinen Toren schmücken. Bei beiden Treffern bin ich gut bedient worden. Jetzt wollen wir auch die restlichen Spiele gewinnen. In Bilbao wird uns ein heißer Kampf erwarten."

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