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Germany v Italy - UEFA Women's Euro 2017: Group B
Josephine Henning (Nummer 2) bringt die DFB-Frauen in Führung © Getty Images

Deutschland fährt beim zweiten Vorrundenspiel gegen Italien einen wichtigen Dreier ein - und profitiert dabei von einem Torwart-Patzer des Gegners.

Das war knapp: Die deutschen Fußballerinnen haben dank guter Moral und starker Nerven einen großen Schritt Richtung EM-Viertelfinale gemacht.

Vier Tage nach der Auftakt-Nullnummer gegen Schweden besiegte die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones Italien 2:1 (1:1), ließ gegen den Außenseiter wegen chronischer Abschlussschwäche und Defensiv-Wacklern aber Titelreife vermissen.

Mit vier Punkten liegt der achtmalige Europameister vor dem letzten Gruppenspiel am Dienstag (20.45 Uhr) gegen Russland (3) in der Staffel B auf Rang zwei hinter Schweden, das Russland am Freitag 2:0 (1:0) bezwang. Die punktlosen Italienerinnen sind bereits ausgeschieden (Die Tabelle der Gruppe B). 

Peter bringt die Entscheidung

Heldinnen des Abends im Willem II Stadion von Tilburg waren die Innenverteidigerinnen Josephine Henning (19.) und Babett Peter (67., Foulelfmeter), die die vielen versiebten Torchancen der DFB-Offensive ausbügelten. Beim Gegentreffer durch die frühere Bundesliga-Spielerin Ilaria Mauro (29.) allerdings wurde der zweimalige Weltmeister blitzsauber ausgekontert und offenbarte ein wenig titelreifes Umschaltspiel. Auch die Gelb-Roten Karte gegen Elisa Bartoli (69.) brachte der DFB-Elf keine Sicherheit. 

"Wichtig ist, dass wir drangeblieben sind und versucht haben, Lösungen zu finden. Es ist immer schön, wenn man ein Tor schießen darf und der Mannschaft weiterhelfen kann", sagte Torschützin Henning, die im Willem II Stadion von Tilburg das erste EM-Tor für die DFB-Auswahl erzielt hatte.

Steffi Jones fügte in der ARD hinzu: "Den Sieg haben wir uns verdient, wir waren spielerisch stärker. Im Endeffekt bin ich froh über die drei Punkte." 

Vier Veränderungen in Startelf

Henning erzielte im Willem II Stadion von Tilburg das erste EM-Tor für die DFB-Auswahl. Jones rotierte wie angekündigt und veränderte ihre Startelf auf gleich vier Positionen.

Für die verletzte Svenja Huth (Muskelfaserriss im Oberschenkel) kam im Angriff Mandy Islacker an der Seite von Anja Mittag zum Einsatz. Als rechte Außenverteidigerin ersetzte Leonie Maier Anna Blässe, links begann Isabel Kerschowski anstelle von Carolin Simon. Im Mittelfeld machte Lina Magull Platz für Linda Dallmann. 

Und die neue Formation startete schwungvoll. Nach einer Ecke von Maroszan verfehlte die aufgerückte Abwehrchefin Babett Peter mit ihrem Kopfball knapp das Ziel (2.). Auch bei Dallmanns Schuss - wieder nach Vorarbeit Marozsan - fehlten nur Zentimeter (15.). 

Übler Torwart-Fehler ebnet den Weg

Sara Däbritz, wie schon gegen Schweden links in der Raute im Einsatz, hatte am Vortag versprochen, dass der Favorit "torgeil" zu Werke gehen werde. Doch die guten Angriffe baute die DFB-Auswahl zunächst meist über rechts auf. Besonders die lauffreudige Dallmann riss immer wieder Lücken und glänzte im Zusammenspiel mit Regisseurin Marozsan (Der Spielplan der EM). 

Bei Hennings Treffer zur verdienten Führung, ihrem zweiten Länderspieltor im 42. Einsatz, half Italiens Torfrau Laura Giuliani kräftig mit. Die Ex-Freiburgerin ließ einen Marozsan-Freistoß durch ihre Hände gleiten, Henning köpfte unbedrängt ein. Nachdem Mittag (24.) und Däbritz (26.) beste Chancen ausgelassen hatten, fiel wie aus dem Nichts das Gegentor. 

Deutschland eiskalt ausgekontert

Stürmerin Mauro, früher in Deutschland beim SC Sand und Turbine Potsdam aktiv, bestrafte bei einem Konter das schlechte Umschalten des Rekord-Europameisters. In der Mitte packte Peter nicht richtig zu, dann wurde DFB-Torhüterin Almuth Schult sogar getunnelt.

Die sichtlich unzufriedene Jones brachte nach der Pause Kathrin Hendrich für die mit Gelb belastete Henning. Deutschland blieb im Vorwärtsgang, doch Islacker scheiterte erst am Pfosten (47.), dann an Giuliani (49.). Nachdem Mittag in Kooperation von Daniela Stracchi und Giuliani im Strafraum gefällt wurde, schnappte sich die erfahrene Peter den Ball und verwandelte den Strafstoß in ihrem 109. Länderspiel sicher.

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