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Germany Departure - UEFA Women's Euro 2017
Steffi Jones stand nach dem EM-Aus stark in der Kritik © Getty Images

Steffi Jones zeigt nach dem frühen EM-Aus des DFB-Teams Reue. Die Bundestrainerin kündigt für die Zukunft Veränderungen an.

Bundestrainerin Steffi Jones hat bei ihrem ersten Auftritt nach dem EM-Debakel Fehler eingestanden und Veränderungen angekündigt.

"In erster Linie war ich mir gegenüber sehr, sehr selbstkritisch. Es ging mir darum, mich selbst zu reflektieren und zu erkennen, ob ich Entscheidungen heute auch noch so treffen würde. Das würde ich an der ein oder anderen Stelle nicht mehr machen", sagte die 44-Jährige am Montag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.

Die deutschen Frauen hatten in den Niederlanden vor vier Wochen zum ersten Mal seit 1987 den Einzug in ein EM-Halbfinale verpasst. Gerade die Experimente bei der Aufstellung "fallen darunter", sagte Jones über Dinge, die sie so nicht wiederholen würde.

Dies sei aber nicht entscheidend dafür gewesen, "dass wir ausgeschieden sind", fügte Jones am Rande der Saisonauftaktveranstaltung der Frauenfußball-Bundesliga an: "Ich hatte nicht vor, 21 Spielerinnen auflaufen zu lassen, aber es hat sich in dem Turnier so ergeben." In den drei Gruppenspielen hatten bereits alle 20 Feldspielerinnen des Kaders Einsatzzeit bekommen.

Jones hat bereits Ideen für eine bessere Zukunft. "Wir haben erkannt, dass wir sehr viel Ballbesitz, aber kaum hundertprozentige Torchancen hatten. Da gilt es anzusetzen. Unsere deutschen Tugenden müssen wieder her", sagte sie. Zudem kündigte die Trainer-Novizin, die die DFB-Elf im September vergangenen Jahres von Silvia Neid übernommen hatte, "auf jeden Fall Konsequenzen in Sachen Mannschaftsführung" an.

Außerdem kündigte Jones für die WM-Qualifikation einen "weiteren Umbruch" an, weitere jüngere Spielerinnen sollen integriert werden. Zum Auftakt empfängt die DFB-Auswahl am 16. September (14.00 Uhr) in Ingolstadt Slowenien. 

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