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Denmark v Germany - Algarve Cup 2013
Kim Kulig spielte bei der WM 2011 für Deutschland © Getty Images

Das Knie spielt einfach nicht mehr mit: Die 33-malige Fußball-Nationalspielerin Kim Kulig muss nach einer vierjährigen Leidenszeit ihre aktive Karriere im Alter von 25 Jahren beenden und hat einen Antrag auf Sportinvalidität gestellt.

"Ich habe alles darangesetzt, wieder auf den Platz zurückzukehren, allerdings hält mein Knie den Belastungen des Leistungssports einfach nicht mehr stand", sagte Kulig, die sich nie von ihrem Kreuzbandriss im Jahr 2011 erholt hat: "Auch wenn es mir nicht leicht gefallen ist, einen endgültigen Schlussstrich unter meine aktive Karriere zu ziehen, freue ich mich nun auf interessante und anspruchsvolle Projekte, die vor mir liegen."

Kulig, die bis zuletzt beim siebenmaligen Meister 1. FFC Frankfurt unter Vertrag stand, wird am 1. Oktober eine Vollzeitstelle beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) antreten. In der Abteilung "Nationalmannschaften und Talentförderung" will die angehende Sportfachwirtin ihre Erfahrungen einbringen. Zudem wird sie weiter als TV-Expertin für das ZDF arbeiten.

"Mit meinen Tätigkeiten als Mitarbeiterin des DFB und im Redaktionsteam des ZDF bleibe ich aber dem Fußball in verschiedenen Funktionen erhalten, sodass mir der Übergang in die 'neue' Karriere nicht schwer fallen wird", sagte Kulig.

Verletzung im WM-Viertelfinale 2011

Die gebürtige Herrenbergerin feierte im Jahr 2009 als 18-Jährige ihr Debüt in der Nationalmannschaft. Dem Triumph bei der Europameisterschaft in Finnland im gleichen Jahr folgte 2010 der WM-Titel mit der U20-Auswahl des DFB.

Bei der Niederlage im WM-Viertelfinale 2011 gegen den späteren Weltmeister Japan erlitt die Mittelfeldspielerin dann die folgenschwere Knieverletzung. Danach wurde Kulig mehrfach operiert und kämpfte am Ende erfolglos um ein Comeback.

"Es ist äußerst schade, dass die Karriere eines der größten Talente, die der deutsche Frauenfußball hervorgebracht hat, so früh endet", sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich: "Kim Kulig war mit ihren Fähigkeiten nicht nur auf dem besten Weg, in die Weltspitze vorzustoßen. Sie stand auch für eine neue Frauenfußball-Generation, die sich 2011 anschickte, den großen Spuren einer Birgit Prinz, Steffi Jones, Nia Künzer oder Renate Lingor zu folgen und eine neue Ära zu prägen."

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