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Martin Kaymer war nach Bernhard Langer der zweite Weltranglistenerste aus Deutschland. © Getty Images

Atlanta und München - Die besten Golfer der Welt kämpfen in Atlanta um ein sattes Preisgeld. Kaymer hofft beim FedEx-Cup auf eine Überraschung.

Ein bisschen Ruhm - und jede Menge Geld.

Wenn Martin Kaymer und weitere 28 Golfer ab Donnerstag bei der US-Tour-Championship abschlagen, winkt die fetteste Siegprämie, die ein Einzelsportler gewinnen kann.

Zehn Millionen Dollar (7,6 Millionen Euro) erhält der Gesamtsieger der FedEx-Wertung, und auch die deutsche Nummer eins darf sich noch Hoffnungen auf den Scheck machen.

Debütant profitiert vom Modus

Dies hat der einstige Branchenprimus Kaymer bei seiner ersten Teilnahme unter anderem seinen Erfolgen bei der US Open und der Players Championship und vor allem dem Modus der Turnierserie zu verdanken.

Um diese nämlich bis zur letzten Runde so spannend wie möglich zu halten, erfolgte nach den ersten drei Play-off-Turnieren ein Cut.

Ein spezieller Schlüssel regelt dann die Ausgangspunktzahl der Golfer, Kaymer nimmt den Wettkampf in der Olympiastadt Atlanta als 14. mit 420 Zählern in Angriff.

"Ich werde noch mal alles geben, was ich habe", sagte der 29-Jährige - wohlwissend, dass seine 2080 Punkte Rückstand auf den führenden Chris Kirk (USA) nur mit einem eigenen Erfolg (2500 Punkte) und gleichzeitiger Schwäche des Rivalen aufzuholen sind.

McIlroy lauert

Die großen Favoriten sind daher andere - Kirk vor allem, der zweitplatzierte Billy Horschel (USA/2250) oder der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland/1800), der in der FedEx-Wertung den vierten Rang einnimmt.

"Ich war etwas frustriert, ich hätte besser spielen können", sagte McIlroy nach seinem achten Platz beim dritten Play-off-Turnier: "Jetzt freue ich mich aber auf das Tourfinale."

Auf der letzten Rille

Ob sich der 25-Jährige auf das Ende der Serie ausschließlich wegen der garantierten Dollar-Scheine freut, ist nicht belegt. Zwar ist allen Teilnehmern schon jetzt ein Preisgeld in Höhe von 180.000 Dollar sicher, vielmehr aber lechzen die Ballvirtuosen nach kräftezehrenden Wochen nach Erholung.

Kaymer pfiff bereits am vergangenen Wochenende beim Play-off-Turnier in Cherry Hills/Colorado aus dem letzten Loch. Die letzten zwölf Löcher absolvierte er nach eigenem Bekunden "todmüde". Von Konzentration konnte kaum noch die Rede sein, und so verspielte er mit drei über Par am Schlusstag alle Siegchancen.

"Ich benötige unbedingt eine Pause"

Auch der schwedische Weltranglistenvierte Henrik Stenson, der sich den Jackpot im vergangenen Jahr gesichert hatte und die Finalrunde in dieser Saison gar nicht erst erreichte, klagte: "Ich benötige unbedingt eine Pause." Stenson kann sein Scheitern vor dem Tour-Finale verschmerzen - er besitzt wie viele Golfprofis Geld im Überfluss.

Was Stenson in diesem Jahr aber vielleicht viel wichtiger sein könnte, ist der Ryder Cup im schottischen Gleneagles (26. bis 28. September).

Das prestigeträchtige Kontinental-Duell zwischen den USA und Europa ist auch ohne Antritts- und Preisgelder der Höhepunkt der Saison. Erst dann nämlich, wenn es ausschließlich um die Ehre geht, wollen Kaymer, Stenson und Co. ihre besten Schläge zeigen.

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