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Viele Golfplätze sind der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge
Viele Golfplätze sind der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge © Getty Images

Der Aufschwung für den Golf-Sport in China hat einen herben Dämpfer erfahren.

Wegen Verstoßes gegen eine über zehn Jahre alte Anordnung verfügte die chinesische Regierung zu Wochenbeginn die Schließung von landesweit fast 70 Kursen.

Politische Beobachter sehen die Maßnahme im Zusammenhang mit einer laufenden Staatsoffensive gegen Korruption und sogenannte Auswüchse der westlichen Kultur insbesondere auch durch Elitekader der regierenden Kommunistischen Partei.

Das bisher stillschweigend ignorierte Verbot für die Neuerrichtung von Golf-Kursen stammt aus dem Jahr 2004 und war zur Schonung von Wasser- und Umweltressourcen erlassen worden.

Von den insgesamt 66 gesperrten Anlagen befinden sich drei in der Hauptstadt Peking.

Ebenso viele Kurse wurden im chinesischen Ferieninselparadies Hainan geschlossen.

Besonders in Peking und auf Hainan waren in der Vergangenheit Parteifunktionäre manchmal unter Pseudonymen ihrer Golf-Leidenschaft nachgegangen.

Der professionelle Golf-Sport hat in China längst Fuß gefasst. Die US-Tour trägt im Reich der Mitte ebenso regelmäßig Turniere aus wie die Europa-Tour.

Zu Beginn der laufenden Saison fand bereits im vergangenen November die World Golf Championship und das BMW Masters (Sieger Marcel Siem) jeweils in Shanghai statt, für April sind auf der Europa-Tour die Turniere in Shenzhen und wiederum Shanghai angesetzt.

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