vergrößernverkleinern
145th Open Championship - Previews
Rory McIlroy hat bisher 20 Turniere gewonnen © Getty Images

Einen der Stars der Golf-Szene interessiert das erste olympische Turnier seit 112 Jahren nicht. Rory McIlroy schaue sich lieber andere Sportarten an.

Einen Tag nach dem Verzicht des Weltranglistendritten Jordan Spieth (USA) hat Nordirlands Star Rory McIlroy das olympische Golfturnier in Rio als "belanglos" eingestuft.

Olympia werde er sich im Fernsehen anschauen. "Ich bin aber nicht sicher, ob ich Golf schauen werde", sagte der viermalige Major-Gewinner. Besonders interessierten ihn "Leichtathletik, Schwimmen, Wasserspringen - die Dinge, die eben eine Rolle spielen".

Über seine Entscheidung, in Rio nicht anzutreten, sei er "sehr glücklich. Ich bedaure nichts", sagte der 27-Jährige, der seine Absage mit der Angst vor dem auch in Brasilien grassierenden Zika-Virus begründet hatte, vor der am Donnerstag beginnenden British Open im Royal Troon Club in Schottland.

McIlroys seltsame Angst vor Zika

"Ich bin zum Golfsport gekommen, um Meisterschaften und Majors zu gewinnen. Irgendwann kommt man zu dem Punkt, wo man auch einer Verantwortung für die Entwicklung seines Sports hat. Der bin ich auch nachgekommen", sagte McIlroy. Aber dies sei nicht der Grund gewesen, diesen Sport zu betreiben.

McIlroy hatte seine Absage im Juni noch mit der Angst vor Zika erklärt.

Dies dürfte jedoch nach seinen jüngsten Äußerungen nur eine vorgeschobene Erklärung gewesen sein. Zwei Monate vor seiner Absage hatte er mit seiner Freundin Erica Stoll, die er im kommenden Jahr heiraten will, einen Urlaub auf Barbados verbracht. Dort ist die Zika-Gefahr genauso groß wie in Brasilien.

Golf wieder weg von der olympischen Bühne?

Ebenfalls vor der British Open hatte Jordan Spieth seinen Olympia-Verzicht mitgeteilt und dabei von der "härtesten" Entscheidung seines Lebens gesprochen.

"Ich glaube sehr stark an Golf bei Olympischen Spielen und daran, mein Land zu repräsentieren. Aber dies war eine sehr persönliche Entscheidung", sagte der zweimalige Major-Sieger. Spieth hoffe, in Zukunft noch "an vier, fünf Olympischen Spielen" teilnehmen zu können.

Deutschlands Top-Golfer Martin Kaymer, der seine absagenden Kollegen nicht versteht,  wird dagegen beim ersten olympischen Golfturnier seit 112 Jahren dabei sein.

Möglicherweise wird das auch wieder das vorerst letzte sein, denn durch die Absagenflut bei den Männern könnte die Sportart schnell wieder von der olympischen Bühne verschwinden.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel