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Marko Vujin (l.) spielt seit 2012 für den Deutschen Meister THW Kiel
Marko Vujin (l.) spielt seit 2012 für den Deutschen Meister THW Kiel

Während die Löwen in der "Todesgruppe" glänzen, erwischen Titelverteidiger Flensburg und Kiel einen schlechten Start in die Königsklasse.

Rückschläge in Europa: Der Feier um den Kantersieg von Handball-Vizemeister Rhein-Neckar Löwen zum Auftakt der Champions League gegen Montpellier (News) folgte der Kater bei Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt und Titelfavorit THW Kiel.

Die Flensburger gingen beim dänischen Top-Klub KIF Kolding Kopenhagen mit 21:35 (13:19) unter, Kiel kassierte bei HC Croatia Zagreb nach einem blutleeren Auftritt ein völlig überraschendes 25:27 (13:9).

"Wir haben in der ersten Halbzeit ganz ordentlich gespielt. Im zweiten Durchgang haben wir dann sehr viele technische Fehler gemacht. Dadurch haben wir mehrere Gegentore kassiert. Wir haben erst wieder in den letzten fünf bis zehn Minuten Gas gegeben, ich kann mir das nicht erklären", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason bei "Sky".

"Todesgruppe C"

In Mannheim platzte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen nach dem 35:24 (18:11)-Kantersieg gegen Montpellier fast vor Stolz.

"Ich bin sehr zufrieden, damit habe ich nicht gerechnet. In der ersten Halbzeit haben wir exzellenten Handball gezeigt", sagte der 42-Jährige und war hochzufrieden.

Durch den klaren Erfolg erspielte sich sein Team eine Woche vor dem Topspiel in der "Todesgruppe C" beim ungarischen Starsensemble von MKB Veszprem eine glänzende Ausgangsposition.

Mit Vardar Skopje und Celje warten auf dem Weg ins Achtelfinale zwei weitere schwere Brocken auf die Mannheimer.

Glandorf kritisiert

Flensburg muss sich nach dem Debakel derweil gehörig steigern. Nach dem durchwachsenen Saisonstart in der DKB HBL mit drei Siegen aus fünf Spielen boten die sich im Umbruch befindenden Norddeutschen auch in der Königsklasse eine schwache Leistung.

Die Mannschaft um den früheren Nationalspieler Holger Glandorf ging gegen die gut verteidigenden Dänen zu fahrlässig mit ihren Chancen um und offenbarte auch in der Defensive Schwächen.

"Wir haben vorne zu viele Fehler gemacht und waren hinten nicht aggressiv genug", sagte Glandorf bei "Sky": "Jetzt muss die Mannschaft Charakter beweisen: Mund abputzen und weitermachen."

Starke Löwen

Gegen Montpellier zeigten die Löwen, die im Vorjahr erst im Viertelfinale am katalanischen Branchenprimus FC Barcelona gescheitert waren, von Beginn an eine starke Leistung.

Bereits in der Anfangsphase enteilte der ohne Kapitän Uwe Gensheimer (Achillessehnenprobleme) angetretene Bundesliga-Spitzenreiter auf 11:5, spätestens beim 24:14 (39.) war die Partie zugunsten der Gastgeber entschieden.

"Wir hatten uns auf ein ganz enges Spiel eingestellt. Aber wir haben zwei starke Halbzeiten gespielt, das war sehr sehr gut", sagte Nationalspieler Patrick Groetzki, der zwei Treffer erzielte.

Bester Torschütze war Kreisläufer Bjarte Myrhol mit sechs Treffern. Sein erstes Königsklassen-Tor erzielte das 18 Jahre alte Toptalent Tim Suton.

Die Sonntagsspiele im Stenogramm:

Tore: Horvat (6/3), Obranovic (6), Brozovic (4), Stepancic (4), Pavlovic (2), Rakovic (2), J. Valcic (2), Sprem (1) für ZagrebPalmarsson (4), Sprenger (4/4), Vujin (4), Duvnjak (3), Ekberg (3), Klein (3), Weinhold (3), Toft Hansen(1) für KielZuschauer: 13.000

Tore: Irming (7), Spellerberg (6), Andersson (5), Dolk (5/2), Anderson (4), Viudes (3), Jensen (2), Karlsson (2), Laen (1) für KoldingEggert (8/5), Mogensen (4), Svan (3), Glandorf (2), Kaufmann (2), Nenadic (1), Zachariassen (1) für FlensburgZuschauer: 2800

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