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Karabatic (r.) gewann 2015 mit dem FC Barcelona die Champions League.
Nikola Karabatic markierte sechs Treffer für Barca © Getty Images

Der FC Barcelona gewinnt das Finale der Champions League gegen Veszprem und sichert sich den Titel erstmals seit 2011. Beste Werfer der Katalanen sind zwei Ex-Kieler.

Angeführt von Nikola Karabatic ist der FC Barcelona zum neunten Mal auf Europas Handball-Thron gestürmt.

Der spanische Meister besiegte im Champions-League-Finale den ungarischen Titelträger MKB Veszprem in Köln mit 28:23 (14:10) und sicherte sich die wichtigste Trophäe im Klub-Handball erstmals wieder seit 2011.

Veszprem mit Ex-Weltmeister Christian Zeitz verpasste nach dem Halbfinalerfolg gegen den THW Kiel derweil seinen ersten Champions-League-Sieg.

Karabatic schreibt Geschichte

Welthandballer Karabatic, der ebenso wie Gudjon Valur Sigurdsson sechs Treffer erzielte und zum MVP gewählt wurde, schrieb durch den Erfolg Geschichte. Der Franzose ist der erste Handballer, der gleichzeitig Olympiasieger, Welt- und Europameister sowie Champions-League-Sieger ist.

Im Final-Four-Halbfinale hatte sich Barcelona gegen den polnischen Meister KS Vive Kielce mit 33:28 durchgesetzt, Veszprem schlug den deutschen Rekordmeister Kiel mit 31:27.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason belegte nach einem 26:28 (12:12) im kleinen Finale gegen Kielce nur Platz vier.

Aggressive Abwehrreihen

Vor 19.750 Zuschauern im ausverkauften Kölner Handball-Tempel entwickelte sich eine kampfbetonte Partie. Beide Mannschaften spielten äußerst aggressiv in der Abwehr, besonders Barcelonas Defensive bot nur wenige Lücken.

Veszprem kam fast nur durch seine Rückraum-Asse Momir Ilic (5 Tore) und Laszlo Nagy (8 Tore) zu Treffern, das Spiel über Außen und den Kreis ließen die Katalanen kaum einmal zu.

Die Ungarn verteidigten wie schon gegen Kiel ebenfalls mit großer Leidenschaft, doch dank der individuellen Klasse von Karabatic fanden die Katalanen mehr spielerische Mittel. Der Lohn war eine 9:6-Führung nach 21 Minuten.

Zeitz bleibt blass

Bei Veszprem kam Zeitz als Ersatz für Nagy nur zu Kurzeinsätzen. Der ehemalige Kieler setzte dabei aber kaum Akzente. Da auch Barca-Keeper Danijel Saric im ersten Durchgang stärker als sein Gegenüber Mirko Alilovic agierte, ging der Favorit mit einem Vier-Tore-Vorsprung in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang musste sich der ehmalige spanische Fußball-Weltmeister Carles Puyol als Edelfan Barcelonas zu Beginn keine Sorgen machen. Die Katalanen zogen auf 19:14 (39.) davon. Doch in den folgenden Minuten leistete sich Barcelona eine Schwächephase, angetrieben von Nagy kam Veszprem nun besser ins Spiel und auf 17:19 (43.) heran.

Doch in der Schlussphase fingen sich die nervenstarken und abgezockten Spanier, die nun achtmal die Champions League und einmal mit dem Europacup der Landesmeister den Vorgänger-Wettbewerb gewonnen haben, wieder. Beim 24:18 (52.) durch Karabatic war die Vorentscheidung gefallen.

Das Finale der Champions League im Stenogramm:

FC Barcelona - MKB Veszprem 28:23 (14:10)
Tore: Karabatic (6), Sigurdsson (6/1), Tomas (5), Entrerrios (4), Nöddesbo (3), Gurbindo (3), Sarmiento (1) für Barcelona - Nagy (8), Ilic (5/1), Gulyas (2), Nilsson (2), Sulic (2), Marguc (2), Lekai (1), Ivancsik (1) für Veszprem
Zuschauer in Köln: 19.750 (ausverkauft)

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