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THW Kiel v Frisch Auf Goeppingen - DKB HBL
Der THW muss sich zum zweiten Mal in dieser Saison geschlagen geben © Getty Images

Der THW Kiel legt in der Champions League einen Fehlstart hin. Der deutsche Meister unterliegt RK Zagreb, eine schwache Schlussphase kostet die "Zebras" den Sieg.

Rekordmeister THW Kiel hat einen Fehlstart in die Champions League 2015/16 hingelegt.

Der dreimalige Königsklassen-Gewinner unterlag in seiner Auftaktpartie beim kroatischen Serienmeister RK Zagreb nach 20:18-Führung mit 22: 29 (11:13) und kassierte seine zweite Pflichtspiel-Niederlage der laufenden Saison.

In der Bundesliga hatte Kiel mit 25:30 gegen die SG Flensburg-Handewitt verloren.

Gislason vermisst Souveränität

"Nach der Umstellung haben wir defensiv richtig gut gestanden, und es sah bei einer Zwei-Tore-Führung nach 44 Minuten richtig gut aus", sagte THW-Coach Alfred Gislason: "Dann kommt das, was eben in Zagreb passiert. Dem Gegner werden lange Angriffe zugestanden, auf der anderen Seite wird Zeitspiel angezeigt. Dann muss man ganz souverän spielen, um dagegen anzukommen. Und das haben wir nicht gemacht."

Bester Werfer der enttäuschenden Kieler war Rune Dahmke mit neun Toren, bei den Kroaten trafen Luka Stepancic und Zlatko Horvat jeweils sechsmal. In Zagreb tat sich Kiel von Beginn an schwer, schien das Spiel aber nach dem 5:8-Rückstand in den Griff zu bekommen.

Die Hausherren, 1992 und 1993 Königsklassen-Sieger, hielten aber dagegen und gingen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause. Im zweiten Durchgang machten die Kieler aus einem 13:16 ein 17:16.

Flensburg fordert Paris

In der Schlussphase verloren die Gäste aus Norddeutschland aber völlig den Faden und nicht unverdient das Spiel.

In Kiels Gruppe A greift die SG Flensburg-Handewitt am Samstag (17.30 Uhr) daheim gegen Paris St. Germain ins Geschehen ein. Der deutsche Vizemeister Rhein-Neckar Löwen startet in Gruppe B am Sonntag (19.30 Uhr) gegen Titelverteidiger FC Barcelona in die Saison.

Im neuen Champions-League-Modus qualifizieren sich die Sieger der leistungsstärkeren Achtergruppen A und B direkt für das Viertelfinale.

Die Teams auf den Plätzen zwei bis vier sowie zwei weitere Mannschaften aus den schwächeren Gruppen C und D ermitteln in K.o.-Spielen die weiteren sechs Viertelfinalisten. 

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