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Dominik Klein führt seine Mannschaft zum Sieg gegen den Spitzenreiter aus Veszprem © Getty Images

Ausgerechnet der eine gefühlte Ewigkeit verletzte Dominik Klein sorgt bei Kiel gegen Tabellenführer Veszprem für ein Happy End. Flensburg übernimmt die Tabellenführung.

Der Matchwinner mag sich vorgekommen sein wie in einem Handball-Märchen: Dank Dominik Klein hat sich Handball-Meister THW Kiel eindrucksvoll in der Champions League zurückgemeldet.

Der zum Saisonende scheidende und eine gefühlte Ewigkeit außer Gefecht gesetzte Linksaußen erzielte beim 25:24 (11:12) gegen Tabellenführer MKB Veszprém sieben Sekunden vor Schluss den Siegtreffer.

Kiel brachte den Ungarn am 10. Spieltag der Gruppenphase ihre erst zweite Niederlage bei. Flensburg siegte in derselben Gruppe bei Besiktas Istanbul 34:26 (17:16).

Furiose Rückkehr nach langer Leidenszeit

"Das ist ein toller Moment. Das kann ja so keiner besser schreiben", sagte Klein bei Sky.

Der 31-Jährige wechselt im Sommer nach zehn Jahren von Kiel zum französischen Erstligisten HBC Nantes.

Bemerkenswert: Klein war nach einem Kreuzbandriss und monatelanger Reha erst in der 56. Minute ins Spiel gekommen.

Mit elf Punkten festigten die Kieler in der Gruppe A den vierten Tabellenplatz hinter Flensburg, PSG Handball (beide 16 Punkte) und Veszprém (15). Platz sechs reicht in der Achtergruppe zum Einzug ins Achtelfinale.

Duell lange Zeit auf Augenhöhe

Abgesehen von einer kurzen Schwächephase Ende der ersten Halbzeit, als Veszprém bis auf vier Tore davonzog (7:11/24. Minute), begegneten sich beide Teams im gesamten Spiel auf Augenhöhe.

Der THW musste gegen den ungarischen Meister ohne den gesperrten Domagoj Duvnjak auskommen.

Am Samstag hatten die Rhein-Neckar Löwen in der Königsklasse gepatzt. Der Bundesliga-Spitzenreiter kassierte bei Pick Szeged aus Ungarn ein 24:30 (12:14) und rutschte in der Gruppe B auf Platz drei ab.

Für die Mannheimer war es die dritte Niederlage im laufenden Wettbewerb.

Löwen hadern nach Pleite

"Wir haben viel verworfen. Die Mannschaft, die den Sieg mehr wollte, hat heute gewonnen. Wir waren einfach nicht bereit, von unserer Seite alles reinzuwerfen. Das ärgert mich am meisten", sagte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen bei Sky.

Wegen der EM in Polen pausiert die Champions League bis zum 10. Februar.

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