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THW Kiel v TSV Hannover-Burgdorf - DKB HBL
Marko Vujin und der THW Kiel haben mit den Schweizern wenig Probleme © Getty Images

Durchatmen beim THW Kiel. Die Zebras lassen sich in der Champions League nicht auf dem falschen Fuß erwischen und schlagen die Kadetten Schaffhausen souverän.

Handball-Europameister Andreas Wolff hat dem THW Kiel am fünften Spieltag der Champions League den 32:29 (19:15)-Heimsieg gegen den Schweizer Vertreter Kadetten Schaffhausen gerettet.

Der Nationaltorhüter kam Mitte der ersten Halbzeit für den bis dahin glücklosen Dänen Niklas Landin ins Tor und brachte seine Mannschaft mit etlichen spektakulären Paraden in die Spur. (Service: Die Tabelle)

THW-Coach Alfred Gislason zeigte sich bei Sky allerdings wenig zufrieden: "Wir haben mit einer anderen Abwehrformation angefangen. In den ersten 15 Minuten hatten wir keine Verteidigung auf dem Feld. Ich habe viel experimentiert."

Eine Woche nach der Niederlage beim ungarischen Vorjahresfinalisten MKB Veszprem kamen die Kieler gegen Schaffhausen zunächst überhaupt nicht ins Spiel. Landin sah keinen Ball, zudem agierten seine Vorderleute in der Deckung konfus und im Angriff überhastet.

Erst die Einwechselung von Wolff brachte Ruhe und System ins Spiel des THW, der einen 7:10-Rückstand in eine 19:15-Pausenführung umwandelte. "Ich bin zufrieden, dass wir die Punkte gemacht haben, wir richten den Blick in Richtung Magdeburg", so der Keeper.

In der zweiten Hälfte sah Kiel lange wie der sichere Sieger aus, ehe erneute Nachlässigkeiten in der Schlussphase Schaffhausen zwischenzeitlich noch einmal bis auf zwei Tore heranbrachten. Im Endspurt reichte es dann aber doch zum dritten Sieg im fünften Spiel der Gruppe A, in deren Tabelle die Kieler nun vor der SG Flensburg-Handewitt Dritter sind.

Kadetten-Trainer Lars Walther war zufrieden: "Wir sind ohne Angst in die Partie gegangen. Wir haben gut mitgespielt, ich bin stolz auf meine jungen Spieler."

Erfolgreichster THW-Werfer gegen Schaffhausen war der kroatische Rückraumspieler Domagoj Duvnjak mit sechs Treffern, je viermal trafen Christian Zeitz und Niclas Ekberg von Rechtsaußen sowie Kreisläufer Patrick Wiencek und Marko Vujin aus dem Rückraum. Ihr nächstes Spiel in der Champions League bestreiten die Kieler am 9. November beim polnischen Vertreter Wisla Plock.

Das Spiel im Stenogram:

THW Kiel - Kadetten Schaffhausen 32:29 (19:15)

Tore: Duvnjak (6), Ekberg (4), Zeitz (4), Vujin (4), Nilsson (4), Wiencek (3), Lackovic (3), Santos (2), Toft Hansen (1), Brozovic (1) für Kiel - Maros (8), Csaszar (8), Tominec (4), Liniger (2), Szyba (2), Koch (2), Graubner (1), Delhees (1), Richwien (1) für Schaffhausen

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