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Für Titelverteidiger SC Magdeburg ist im Achtelfinale des DHB-Pokals Endstation. Nach einem wahren Pokalfight setzt sich Rekordpokalsieger THW Kiel knapp durch.

Der THW Kiel steht im Viertelfinale des DHB-Pokals.

In einem packenden Pokalfight setzte sich der Rekordpokalsieger in einer ausgeglichenen Partie mit 22:21 bei Titelverteidiger SC Magdeburg.

"Dank einer super Abwehr- und Torhüterleistung haben wir das Spiel verdient gewonnen. Das war ein geiles Handballspiel", sagte THW-Trainer Alfred Gislason im Gespräch mit SPORT1 nach der Partie erleichtert.

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Magdeburg wehrte sich gegen den hohen Favoriten nach Kräften und hielt die Partie vor 6247 Zuschauern in der Getec-Arena bis zur Schlusssekunde offen (Die Achtelfinal-Ergebnisse).

Die Torhüter dominieren die Partie 

Starke Abwehrreihen und glänzend aufgelegte Torhüter prägten bereits in der Anfangsphase das Spiel. Jannick Green (Magdeburg) und sein Gegenüber Niklas Landin brachten die gegnerischen Angreifer immer wieder mit starken Paraden zur Verzweiflung - dies hielt über den gesamten Spielverlauf an - und waren maßgeblich für eine torarme, aber dennoch spannende Begegnung verantwortlich. 

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Über 3:3 (8. Spielminute) und 7:7 (22.) war es der THW, der sich beim Stand von 10:8 erstmals etwas absetzen konnte. Der in der Bundesliga kriselnde SCM konnte den Rückstand zur Pause aber noch einmal verkürzen (10:11).

Musche sieht Rot

Unrühmlicher Höhepunkt der hart, aber nicht unfair geführten ersten Halbzeit war die berechtigte Rote Karte für den Magdeburger Matthias Musche, der einen Kieler Angriff mit einem Check gegen den Mann unterband.

Die zweite Halbzeit sah zunächst stets in Führung liegende Gäste. In der 46. Spielminute betrug der Vorsprung beim 18:15 bereits drei Tore. Es wäre aber nicht der spannende Pokalfight gewesen, wenn die Magdeburger nicht wieder in die Partie zurückfinden sollten. 

Während der THW über sechs Minuten keinen Treffer mehr erzielte - Raul Santos scheiterte unter anderem mit einem Siebenmeter am eingewechselten 19-jährigen Florian Link - machte das Team von Trainer Bennet Wiegert drei Tore in Folge zum 18:18-Ausgleich. 

Landin und der nur für die Siebenmeter eingewechselte Andreas Wolff - der Nationaltorwart blieb in drei Duellen siegreich - sorgten jedoch drei Minuten vor Schluss wieder für eine Drei-Tore-Führung der Gäste. Jacob Bagersted und Nemanja Zelenovic machten es in einer hektischen Schlussphase noch einmal spannend, mit etwas Glück wahrte Kiel jedoch die Chance, sich nach drei Jahren wieder für das REWE Final Four zu qualifizieren.

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"Es ist unglaublich nervig. Wir haben ein super Spiel gemacht. Wir hatten gute Chancen, leider auch ein paar Pfostenwürfe. Kleine Dinge entscheiden so ein Spiel", sagte der stark haltende SCM-Torhüter Jannick Green zu SPORT1.

Niklas Ekberg war mit sechs Toren bester THW-Werfer, für den SCM traf Robert Weber sogar achtmal.

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