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Germany v Russia - Men's EHF European Championship 2016
Hannovers Erik Schmidt wirbelt für Deutschland am Kreis © Getty Images

Das DHB-Team braucht bei der EM in Polen nur noch einen Sieg, um sich den Halbfinal-Traum zu erfüllen. Doch der muss ausgerechnet gegen den Top-Favoriten Dänemark her.

Die deutschen Handballer präsentieren sich vor dem Showdown um den Einzug ins Halbfinale bei der EM in Polen gegen Dänemark (Mi., 18 Uhr im LIVETICKER) wild entschlossen - und das trotz des doppelten Verletzungsschocks.

Selbst Bundestrainer Dagur Sigurdsson fand seinen Optimismus wieder. "Es könnte ein Vorteil für uns sein, dass wir ein bisschen länger Pause haben als die Dänen", sagte der Isländer mit Blick auf die Partie gegen den Top-Favoriten. Eine Pause, die sein Team nach den Ausfällen von Kapitän Steffen Weinhold und Torjäger Christian Dissinger allerdings auch "gut brauchen" könne.

Integration zweier Neuer

Während sich Dänemark am Dienstagabend beim 28:28 gegen Schweden die erste Blöße im Turnier gab, nutzte Sigurdsson jede Minute des spielfreien Tags, um die Nachnominierten Kai Häfner und Julius Kühn bestmöglich in die Mannschaft zu integrieren.

Mit einer "Mischung aus Taktik und Regeneration" stimmte Sigurdsson seine Rasselbande auf das wichtigste Handballspiel einer deutschen Nationalmannschaft seit Jahren ein.

Für den erstmaligen Halbfinal-Einzug bei einem großen Turnier seit 2008 genügt der mit inzwischen 16 (!) EM-Debütanten gespickten DHB-Auswahl gegen das skandinavische Starensemble um Superstar Mikkel Hansen ein Sieg egal in welcher Höhe.

"Team-Chemie stimmt"

"Der Zusammenhalt hier ist überragend, die Team-Chemie stimmt einfach nur", sagte Dissinger-Ersatz Kühn: "Dänemark ist zwar ein unglaublich großer Brocken, aber in einem Do-or-Die-Spiel kann alles passieren. Wir werden alles geben, und dann wird schon etwas Positives bei herausspringen."

Der Gummersbacher Rückraum-Hüne soll für einfache Tore aus der zweiten Reihe sorgen, Häfner als bester Feldtorschütze der Bundesliga auch spielerische Akzente setzen.

Leuchtende Augen bei Häfner

"Wir freuen uns megamäßig auf dieses Spiel", sagte Häfner mit leuchtenden Augen: "In so einem Spiel ist alles möglich. Warum sollten wir nicht gewinnen?"
   
Entscheidende Bedeutung dürfte der deutschen Defensive zukommen. "Wenn sie eine Chance haben wollen, müssen die Deutschen gut in der Abwehr stehen, und Carsten Lichtlein und Andreas Wolff müssen das Torwartduell gegen Niklas Landin und Kevin Møller gewinnen", sagte die dänische Handball-Ikone Nicolaj Jacobsen, Trainer des Bundesliga-Tabellenführers Rhein-Neckar Löwen.

Dänemark habe allerdings "mehr Qualität" vor allem in der Breite des Kaders. Solche Sprüche stacheln die deutschen Spieler an. Respekt ja, aber Angst vor den großen Namen beim Gegner? "Auf gar keinen Fall", sagt Keeper Wolff. Der Senkrechtstarter verspricht ein "sehr interessantes Spiel für die Zuschauer, dass wir natürlich gewinnen werden".

Geleitet wird die Partie vom tschechischen Schiedsrichtergespann Horacek/Novotny, nachdem das deutsche Team zuletzt mit den Portugiesen Santos/Fonseca nicht unbedingt Glück hatte.

SPORT1 berichtet vom letzten Hauptrundenspiel der deutschen Mannschaft ab 18 Uhr im LIVETICKER.

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