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Spain v Germany - Men's EHF European Championship 2016
Tobias Reichmann verwandelte in der Vorrunde elf von zwölf Siebemetern © Getty Images

München - Deutschland muss sich auch statistisch bei der EM nicht verstecken. Tobias Reichmann mischt vorn mit, ein Qatar-Legionär gibt Feuer. SPORT1 hat die Fakten zur Vorrunde.

Die deutsche Nationalmannschaft gehört bei der EM in Polen zu den positiven Überraschungen.

Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle zog das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson mit zwei Siegen aus drei Spielen souverän in die Hauptrunde ein. Das schlägt sich auch statistisch nieder (Spielplan und Ergebnisse der EM).

Deutschlands Keeper Wolff auf Toplevel

So platziert sich Shooting Star Andreas Wolff unter den besten Torhütern des Turniers. Starke 35 Prozent der Würfe auf seinen Kasten wehrt er ab und liegt damit gleichauf mit den Weltstars Mattias Andersson (Schweden) und Arpad Sterbik (Spanien). Spitzenreiter ist der Russe Viktor Kireev (41).

Der erfahrene Carsten Lichtlein ist prozentual der beste Siebenmeter-Killer - zwei seiner vier Strafwürfe konnte der letzte verbliebene Weltmeister von 2007 parieren.

Reichmann als Siebenmeter-König

Dieses neue deutsche Team hat aber auch offensiv einiges zu bieten. Bester Torjäger der Vorrunde ist zwar der inzwischen in Qatar spielende Weißrusse Siarhei Rutenka mit 25 Treffern, aber Rechtsaußen Tobias Reichmann liegt mit 19 auf Rang vier.

Der gebürtige Berliner spielt in seiner Wahlheimat (beim polnischen Spitzenklub Kielce unter Vertrag) groß auf. Mit elf Treffern bei zwölf Versuchen ist er der Siebenmeter-König der EM. Mit zwölf Toren aus dem Feld kann sich auch Kapitän Steffen Weinhold unter den Top-Leuten einreihen.

Indiz für einen gut funktionierenden Angriff sind 68 Assists, nur die Dänen haben mehr Vorlagen auf dem Konto (73). Deutschland ist also nicht auf Einzelaktionen angewiesen und spielt seine Tore heraus.

Sigurdsson-Truppe langt hin

In einer Statistik ist Sigurdssons Team allerdings das Schlusslicht. Etwas überraschend ist die junge Truppe das unfairste Team der Europameisterschaft.

Zwei Rote Karten und 19 Zeitstrafen zeigen aber auch, dass sich die Mannschaft um Abwehrrecke Finn Lemke trotz fehlender Erfahrung zu wehren weiß und sich nicht mit Härte den Schneid abkaufen lässt.

In der Hauptrunde ist mit Deutschland zu rechnen - auch statistisch.

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