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Barys Pukhouski (Mitte) war mit elf Toren Weißrusslands bester Torjäger © Imago

Beim Überraschungssieg der Weißrussen gegen Island treffen beide Teams beinahe aus allen Lagen und knacken den EM-Torrekord. Frankreich erreicht vorzeitig die Hauptrunde.

Weißrussland und Island haben sich am dritten Tag bei der Handball-EM in Polen einen historischen Schlagabtausch geliefert.

Beim überraschenden 39:38 (17:18)-Sieg der Weißrussen in Kattowitz stellten die Teams mit insgesamt 77 Treffern einen neuen Tor-Rekord bei Europameisterschaften auf.

Bestmarke von 1998 geknackt

Die bisherige Bestmarke lag bei 74 Treffern und datierte von der EM 1998. Damals behielt Litauen gegen Tschechien im Spiel um Platz neun mit 38:36 die Oberhand.

Überragender Mann auf Seiten der Weißrussen war Barys Pukhouski. Der Rückraumspieler trug sich gleich elf Mal in die Torschützenliste ein. Siarhei Rutenka traf achtmal.

Für Island war Alexander Petersson von den Rhein-Neckar Löwen mit sechs Toren am erfolgreichsten.

Gruppe B steuert auf Krimi zu

Mit ihren ersten beiden Punkten bei der EM zogen die Weißrussen nach ihrem zweiten Spiel in Gruppe B mit 2:2-Punkten mit Island gleich und wahrten ihre Chance auf einen Platz in der Hauptrunde.

Nach dem 34:31 (16:17) von Norwegen gegen Kroatien haben nun alle vier Mannschaften nach dem zweiten Spieltag zwei Punkte auf dem Konto.

Frankreich und Polen weiter

Welt- und Europameister Frankreich hat indes auch sein zweites Spiel gewonnen und sich wie erwartet vorzeitig für die Hauptrunde qualifiziert.

Das Team um Superstar Nikola Karabatic setzte sich in Krakau gegen Serbien mit 36:26 (19:16) durch und behauptete die Tabellenführung in der Gruppe A.

Gastgeber Polen zog im Anschluss mit einem mühevollen 24:23 (11:13)-Sieg gegen Mazedonien nach und hat ebenfalls vier Punkte auf dem Konto.

Bester Torschütze der Equipe Tricolore, die zum Auftakt 30:23 gegen Mazedonien gewonnen hatte, war Olivier Nyokas von Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten mit acht Treffern.

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