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Susann Müller absolvierte 98 Länderspiele für die deutschen Handball-Frauen
Susann Müller absolvierte 98 Länderspiele für die deutschen Handball-Frauen © Getty Images

Nationalspielerin Susann Müller attackiert Frauen-Bundestrainer Michael Biegler und hakt ihre Teilnahme an der Heim-WM im Dezember ab.

Linkshänderin Susann Müller (28) vom Bundesliga-Tabellenführer SG BBM Bietigheim hat ihre Teilnahme an der Heim-Weltmeisterschaft Ende des Jahres (1. bis 17. Dezember) abgeschrieben.

Die zuletzt nicht berücksichtigte WM-Torschützenkönigin von 2013 rechnet nicht mit Rückkehr in die Mannschaft und kritisierte Bundestrainer Michael Biegler scharf.

"Ich krieche keinem in den Arsch, um in die Nationalmannschaft eingeladen zu werden", sagte Müller dem Fachmagazin Handballwoche. Sie mache sich "deswegen nicht verrückt. Die Dinge sind, wie sie sind. Er hat zwar mal gesagt, ich solle den Reset-Knopf drücken, doch ich weiß nicht, welchen ich drücken soll. Ich weiß nicht, was er für ein Problem hat."

Rückraumspielerin Müller, die im März 2016 ihr bislang letztes von 98 Länderspielen (354 Tore) bestritt, sieht unter Biegler "kein Zurück mehr. Er hat eben seinen Kader. Ich sehe unter diesen Umständen keinen Sinn mehr." Bei der Kader-Zusammenstellung frage sie sich "schon, ob es da nur um sportliche Leistung geht".

Müller sei allerdings "nicht verbittert", nicht mehr dabei zu sein. "Ich werde daran nicht kaputtgehen. Es gibt Wichtigeres", sagte die 28-Jährige. Müller war von Biegler nicht für die bevorstehenden Lehrgänge der Nationalmannschaft und den Tag des Handballs am 19. März in Hamburg nominiert worden.

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