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Die deutsche Abwehr ließ gegen die Finnen nur 18 Tore zu

Gummersbach - Die deutsche Nationalmannschaft beschert Trainer Sigurdsson ein gelungenes Pflichtspieldebüt in Gummersbach gegen Finnland.

Bei der Pflichtspiel-Premiere des neuen Bundestrainers Dagur Sigurdsson haben die deutschen Handballer einen souveränen Sieg gefeiert.

Zum Auftakt der EM-Qualifikation kam die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gegen Außenseiter Finnland in Gummersbach zu einem locker herausgespielten 30:18 (19:8)-Erfolg.

Treffsicheres Duo

Beste Werfer vor 4148 Zuschauern in der ausverkauften Schwalbe-Arena waren Kapitän Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen und der Kieler Steffen Weinhold mit jeweils vier Toren. Für die in allen Belangen überlegene DHB-Auswahl war es im sechsten Spiel der sechste Sieg gegen die international zweitklassigen Finnen.

Am Sonntag trifft das deutsche Team in Wien im ersten richtungweisenden Spiel auf dem Weg zur EM 2016 in Polen auf Gastgeber Österreich. Die Qualifikationsgruppe komplettiert Weltmeister Spanien. Die ersten beiden Mannschaften haben ihr EM-Ticket sicher.

Vor Beginn der Begegnung wurden die U20-Junioren für ihren Titelgewinn bei der EM im vergangenen Sommer geehrt. Titel soll auch die Nationalmannschaft in absehbarer Zeit wieder gewinnen, zuletzt blieben die Erfolge aus.

Neuanfang mit Sigurdsson

Die Teilnahme an der EM zu Jahresbeginn in Dänemark wurde verpasst, an der WM 2015 im Januar in Katar nimmt der DHB nur wegen einer erhaltenen Wildcard teil. Der Isländer Sigurdsson steht für den Neuanfang.

Die vom langjährigen Bundesligaspieler Mikael Källman trainierten Finnen dienten zwar nicht als Maßstab, doch die deutsche Mannschaft zeigte einige vielversprechende Ansätze.

Die 5:1-Deckung agierte nach anfänglichen Problemen gut, im Angriff setzten sich die deutschen Akteure gegen die körperlich unterlegenen Gäste immer wieder durch. Finnland ging zwar zu Spielbeginn dreimal in Führung, doch nach dem 4:3 durch den Lemgoer Hendrik Pekeler (7.) hatten die Gastgeber die Partie fest im Griff.

Starker Lichtlein

Dank einiger technischer Fehler der Finnen, einer aufmerksamen Abwehr und einiger gelungener Paraden des Gummersbacher Torhüters Carsten Lichtlein kam das deutsche Team über Tempogegenstöße immer wieder zu leichten Toren.

Sigurdsson verfolgte das Geschehen mit verschränkten Armen an der Seitenlinie stehend entspannt und wechselte schon in der ersten Halbzeit munter durch. Erfreulich für die Gastgeber: Die 19 Treffer bis zur Pause teilten sich zehn verschiedene Schützen.

Ein paar Flüchtigkeitsfehler

Nach dem Wechsel schlichen sich im Gefühl des deutschlichen Vorsprungs einige Flüchtigkeitsfehler ins deutsche Spiel ein.

Sigurdsson reagierte sofort und nahm in der 41. Minute eine Auszeit. Im Positionsspiel im Angriff lief es aber dennoch nicht mehr so rund wie im ersten Durchgang, dafür funktionierten weiterhin die schnellen Gegenstöße.

Sigurdsson probierte weiter einige Dinge aus und wechselte viel. So kam Sven-Sören Christophersen (Hannover-Burgdorf) in der zweiten Halbzeit zu seinem 100. Länderspieleinsatz.

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