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Michael Kraus beim Wurf
Michael Kraus verpasste innerhalb von 18 Monaten drei Dopingtests © Getty Images

Der "Fall Michael Kraus" hat keine Auswirkungen auf die Ergebnisse der deutschen Handballer bei der WM in Katar. Auch wenn der Einspruch der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) gegen den Freispruch des Göppinger Spielmachers nach drei verpassten Dopingtests Erfolg hätte, würden die WM-Resultate der Mannschaft nicht annulliert werden. "Damit es Auswirkungen auf die Ergebnisse hätte, müssten bei einer Mannschaftssportart mindestens zwei Spieler betroffen sein", erklärte NADA-Sprecherin Eva Bunthoff am Mittwoch.

Kraus war innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten dreimal nicht an dem im Adams-System angegebenen Aufenthaltsort angetroffen worden, ihm drohte daher eine Sperre von bis zu zwei Jahren. In der Verhandlung vor der Anti-Doping-Kommission des Deutschen Handballbundes (DHB) am 28. August in Hamburg wurde Kraus freigesprochen, nachdem er angegeben hatte, bei einem Termin kein Klingeln an der Haustür vernommen zu haben. Der betreffende Kontrolleur räumte ein, dass er nicht ausschließen könne, dass die Klingel defekt gewesen sei.

Die NADA geht derzeit gegen den Freispruch vor. "Dabei handelt es sich noch um ein laufendes Verfahren", sagte Bunthoff.

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