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DHB-Ehrenpräsident Ulrich Strombach
Ulrich Strombach war von 1998 bis 2013 Präsident des Deutschen Handballbundes © Getty Images

Ehrenpräsident Ulrich Strombach reagiert mit Unverständnis auf den Machtkampf im Verband - und stellt sich gegen Württembergs Antrag auf die Abwahl des DHB-Präsidiums.

Ehrenpräsident Ulrich Strombach hat mit Unverständnis auf den Machtkampf im Deutschen Handballbund (DHB) reagiert.

"Ich sehe keinen Anhaltspunkt, der eine Veränderung erfordert", sagte der 71-Jährige der Sport Bild, nachdem der Handballverband Württemberg am Samstag "stellvertretend für vier der fünf größten Landesverbände" einen Antrag auf Abwahl des gesamten DHB-Präsidiums gestellt hatte.

Hans Artschwager dementierte, dass sich der Antrag in erster Linie gegen den für den Leistungssport zuständigen Vizepräsidenten Bob Hanning richtet.

"Uns geht es nicht um einzelne Personen", sagte der Präsident des Landesverbandes Württemberg. "Es geht auch nicht darum, den deutschen Handball zu beschädigen, sondern darum, dass einiges passiert ist, was den Verbänden nicht gefällt."

Ausführungen, die Strombach nicht überzeugen. "Ich halte überhaupt nichts von diesen Formulierungen", sagte der frühere DHB-Boss: "Da müssen sie schon Ross und Reiter nennen. Bisher überzeugen mich die handelnden Namen auch überhaupt nicht."

Die Präsidenten der Landesverbände hatten in ihren Ausführungen auch darauf verwiesen, dass der Wahlvorschlag für den neuen DHB-Präsidenten "nicht aus den Reihen der derzeitigen Vizepräsidenten kommen solle".

Das darf verstanden werden als klarer Bezug auf Andreas Michelmann, der am 26. September in Hannover eigentlich zum neuen DHB-Präsidenten gewählt werden sollte.

Sieben Wochen zuvor soll bei einer außerordentlichen Bundesratssitzung die Stimmung ausgelotet werden.

Das Präsidium des DHB berief am Dienstag die Sitzung für den 8. August in Kassel ein. Diese soll laut DHB "der offenen Aussprache und umfassenden Information aller Mitglieder dienen." 

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