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Der DHB-Bundesrat kommt in einer fünfstündigen Sitzung zu keiner Einigung. Der Antrag auf Abwahl der Vizepräsidenten um Bob Hanning bleibt aber weiter bestehen.

Nullrunde im Zoff der deutschen Handballfunktionäre: Der Antrag der Landesverbände auf Abwahl der fünf Vizepräsidenten bleibt zunächst bestehen, die Gespräche innerhalb des Deutschen Handballbundes im Hinblick auf die künftige Zusammensetzung des Präsidiums gehen in der kommenden Woche weiter.

Mit diesem Ergebnis endete nach fünfstündiger Sitzung der außerordentliche Bundesrat des DHB am Samstag in Kassel.

Rückkehr Bauers bleibt offen

Ob es eine Rückkehr des im März zurückgetretenen Bernhard Bauer ins Präsidentenamt des Verbandes geben wird, ließen die Delegierten vorerst offen. "Wir werden uns jetzt nächste Woche mit einer kleineren Gesprächsrunde, bestehend aus sieben Mitgliedern des Bundesrats, aus Präsidiumsmitgliedern und Vertretern der Landesverbände zusammensetzen", sagte Schober zu SPORT1.

Hans Artschwager, Präsident des Landesverbandes Württemberg, ließ die Frage nach einer möglichen Kampfabstimmung zwischen Bauer und Andreas Michelmann, dem Kandidaten der eigens eingesetzten Findungskommission, ebenfalls offen: "Das kann ich jetzt nicht sagen."

Im kleinen Kreis sollen die Gespräche rechtzeitig vor dem außerordentlichen Bundestag des DHB am 26. September in Hannover zu einem einvernehmlichen Abschluss geführt werden, um eine Kampfabstimmung um das Präsidentenamt zu vermeiden.

"Kontruktive Gespräche"

Die Runde setzt sich zusammen aus den beiden Vizepräsidenten Bob Hanning und Georg Clarke sowie den Liga-Vorsitzenden Uwe Schwenker (HBL/Männer) und Berndt Dugall (HBF/Frauen) und den Landesverbands-Präsidenten Hans Artschwager (Württemberg), Gerd Tschochohei (Bayern) und Steffen Müller (Sachsen).

"Wir haben konstruktive Gespräche im Sinne des Handballs geführt", sagte DHB-Generalsekretär und Interimspräsident Mark Schober: "Alle beteiligten Parteien haben den unbedingten Wunsch und den Willen, künftig gemeinsam in dieselbe Richtung zu gehen."

Langfristig sei auch eine erneute Strukturreform im DHB denkbar und wünschenswert: "Auch darüber wird die Arbeitsgruppe sprechen."

Die bis dato letzte Strukturreform innerhalb des DHB gab es im Herbst 2013 auf Wunsch von Bernhard Bauer. Seinerzeit stand zur Diskussion, den Präsidenten zum Hauptamt zu machen oder einen hauptamtlichen Generalsekretär zu installieren, Bauer verzichtete vor seiner damaligen Wahl in Düsseldorf auf das Hauptamt.

In Folge dessen wurde im Juni 2014 der damalige HBL-Prokurist Mark Schober hauptamtlicher Generalsekretär des Verbandes.

Kein Kommentar von Hanning zu Bauers Brief

Bob Hanning war bei SPORT1 ebenfalls mit dem Verlauf der Sitzung zufrieden: "Wir haben es dort erörtert, wo es zu erörtern ist. Unterschiedliche Auffassungen müssen nicht zwingend zu Feindschaften führen. Es ist wichtig, dass man nicht den Respekt voreinander verliert."

Zu dem zwölfseitigen Brief des im März zurückgetretenen DHB-Präsidenten Bernhard Bauer, der eine Rückkehr ins Amt von einer Demission Hannings abhängig gemacht hatte, sagte Hanning nur: "Ich habe den Brief gelesen, mehr muss man dazu nicht sagen." 

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