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Heiner Brand führte Deutschland als Bundestrainer 2007 zum WM-Titel
Heiner Brand führte Deutschland als Bundestrainer 2007 zum WM-Titel © Getty Images

Der frühere Bundestrainer Heiner Brand will sich nicht mit dem DHB versöhnen. Für eine Rückkehr zum Verband sieht der 63-Jährige ohnehin keine Notwendigkeit.

Handball-Ikone Heiner Brand sieht derzeit keine Möglichkeit für eine Versöhnung mit dem DHB.

Eine Annäherung, für die sich insbesondere DHB-Präsident Andreas Michelmann einsetzt, könne es erst geben, "wenn sich die andere Seite von ihrer Aussage distanziert. Zu behaupten, ich sei frustriert, weil ich vom DHB keinen Rentenvertrag bekommen habe, ist eine Lüge", sagte Brand in der WAZ: "So lange das nicht geklärt ist, gibt es nichts dazu zu sagen."

Im vergangenen Sommer war es insbesondere zwischen Brand und DHB-Vizepräsident Bob Hanning zu einem "Rosenkrieg" gekommen. Es gipfelte in persönlichen Diffamierungen.

"Die Hand bleibt ausgestreckt", hatte Michelmann jedoch kürzlich gesagt, "es wäre schön, wenn wir wieder ins Gespräch kommen würden. Es wurde genug eingesteckt und ausgeteilt."

Auch Hanning hätte laut eigener Aussage nichts einzuwenden gegen eine Rückkehr von Brand in den DHB.

Damit rechnet Brand derzeit aber nicht:"40 Jahre sind eigentlich genug. Zudem glaube ich nicht, dass es beim DHB die Notwendigkeit gibt, mich zurückzuholen", meinte der 63-Jährige.

Sportlich laufe alles bei dem Verband, der gerade den Triumph bei der EM in Polen feierte und 2019 mit Dänemark die WM ausrichten wird.

Den Triumph der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft konnte Brand, der als Spieler (1978) und Trainer (2007) Weltmeister wurde, nur teilweise verfolgen.

"Ich war im Urlaub, in der Karibik und habe viel Zeit auf einem Schiff verbracht", sagte der gebürtige Gummersbacher: "Eine Fernsehübertragung gab es nicht, Zwischenstände habe ich über das Internet mitbekommen." 

Er will sich die Aufzeichnungen der Spiele aber in Kürze ansehen.

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