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Dutzende Handball-Anhänger stehen beim deutschen WM-Viertelfinale gegen Katar trotz gültiger Eintrittskarte vor verschlossenen Toren - weil der Gastgeber vorher Zuschauer ohne Tickets in die Arena lässt.

Von Daniel Becht

Massives Organisations-Chaos vor dem Aus der deutschen Handballer bei der WM in Katar.

Dutzenden Fans, die gültige Tickets für das Viertelfinalspiel gegen den Gastgeber (24:26) hatten, wurde an der Lusail Multipurpose Hall in Doha der Einlass verwehrt.

Jason Derulo
Musiker Jason Derulo trat nach den Handball-WM-Spielen in Doha auf © Getty Images

Der Grund: Schon einige Zeit vor dem Anwurf öffneten die Hallen-Verantwortlichen die Pforten und verschafften damit auch Zuschauern ohne Eintrittskarte kostenlosen Zugang. Viele Anwesende nutzten die Gelegenheit, weil neben dem Handball-Geschehen auch die Aussicht auf ein danach beginnendes Konzert des Musikers Jason Derulo lockte.

Die deshalb Ausgebooteten wurden nicht mehr hineingelassen - auch als zur Halbzeit schon viele andere Zuschauer die Halle verlassen hatten.

"Alles wird auf die Security abgeschoben. Es gibt hier kein Ticket-Management", klagte ein ausgesperrter englischer Fan gegenüber SPORT1.

Gastgeber Katar, der auch die Fußball-WM 2022 und mehrere weitere Großereignisse ausrichten wird, hatte bei seiner Bewerbung versprochen, bei sämtlichen Spielen alle Plätze zu besetzen - und zahlreiche kuriose Mittel ausgeschöpft, um das zu gewährleisten: starbesetzte Konzerte nach den Spielen, günstige Tickets, eingeflogene Gäste.

Diesmal haben dafür Fans, die tatsächlich am Handball interessiert waren, in die Röhre geguckt.

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