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HANDBALL-WORLD-2017-FRA-SLO
Nikola Karabatic hat mit Frankreich die Chance auf WM-Gold © Getty Images

Bei der Handball-WM lässt Frankreich Slowenien keine Chance und stürmt ins Finale bei der Heim-WM. Obwohl Omeyer nicht spielt, überragt der französische Keeper.

Frankreichs Handballer sind bei der Heim-WM ins Finale gestürmt.

Der Rekordweltmeister besiegte vor den Augen von PSG-Star Julian Draxler im Halbfinale Slowenien in Paris mit 31:25 (15:12) und trifft im Endspiel am Sonntag an gleicher Stelle auf den zweimaligen Olympiasieger Kroatien oder den EM-Vierten Norwegen, die sich am Freitag (20.45 Uhr) gegenüberstehen.

Bester Werfer der Franzosen beim achten Sieg im achten Turnierspiel war Nedim Remili mit sechs Toren. Frankreich greift damit nach dem sechsten WM-Gold.

Der EM-14. Slowenien, der im Viertelfinale Deutschland-Bezwinger Katar ausgeschaltet hatte, kämpft am Samstag im Spiel um Platz drei gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals um seine erste WM-Medaille.

Blitzstart der Grande Nation

"Wir spüren immer noch die Gier in uns. Wir sind nicht alt", hatte der zweimalige Welthandballer Nikola Karabatic nach dem Viertelfinal-Krimi gegen Schweden verkündet. Frankreichs "Goldene Generation" ließ gegen den ehemaligen Vize-Europameister Slowenien in der Anfangsphase Taten folgen. Lautstark angetrieben von den 15.700 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Halle zog der mit viel Selbstbewusstsein ausgestattete Titelverteidiger auf 6:2 (11.) davon.

Frankreich profitierte von einer starken Abwehr und einer guten Leistung von Torhüter Vincent Gerard, der den Vorzug gegenüber Routinier Thierry Omeyer erhalten hatte. Die Slowenen verkürzten zwar auf 5:6 (14.), doch an der französischen Deckung bissen sie sich immer wieder die Zähne aus.

Breiterer Kader macht Unterschied

Frankreich nutzte die Ballgewinne und kam in der von den deutschen Schiedsrichtern Lars Geipel/Marcus Helbig gut geleiteten Begegnung zu einfachen Toren. So nutzte der Flensburger Kentin Mahe einen Tempogegenstoß zum 13:8 (26.).

Die Gastgeber, die im Positionsspiel im Angriff nicht immer überzeugten, bestraften auch nach dem Wechsel die Fehler der insgesamt zu unerfahrenen und körperlich unterlegenen Slowenen. Karabatic erzielte das 21:17 (40.).

Die Franzosen profitierten zudem von ihrem breiteren Kader, so konnten sie die Belastung im achten Turnierspiel besser verteilen. Nach dem 23:18 von Luc Abalo (43.) war die Entscheidung gefallen. Die Zuschauer feierten lautstark ihr Team, das nur noch einen Sieg von der Erfüllung der Gold-Mission im eigenen Land entfernt ist.

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