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Die Übertragung der deutschen Spiele ist gesichert © Getty Images

Die Hängepartie ist beendet: Die Spiele der Bad Boys bei der WM sind im Internet zu sehen. Die Medienanstalten machen eine Ausnahme und dulden die Ausstrahlung.

Die Live-Übertragung der Spiele der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich durch die DKB-Bank ist gesichert. 

Wie die Medienanstalten am Dienstagnachmittag mitteilten, werde die Ausstrahlung der Spiele des Europameisters wegen "der besonderen und außergewöhnlichen Einzelfallsituation" geduldet. 

Zuvor hatte die Dachorganisation der 14 Landesmedienanstalten erklärt, zu prüfen, ob für die Übertragung eine Sendelizenz notwendig ist. Nach Ansicht der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) sei diese zwar "aller Voraussicht nach als zulassungspflichtiger Rundfunk einzustufen", der Sachverhalt werde aber erst bis zur nächsten Sitzung der ZAK am 31. Januar aufbereitet. 

DKB droht kein Bußgeld

"Sollte die ZAK zu dem Ergebnis kommen, dass es sich bei der Übertragung der Handball-WM im Internet um Rundfunk gehandelt hat, muss die DKB mit einer Beanstandung rechnen", hieß es in der Mitteilung weiter. Ein Bußgeld droht der Bank allerdings nicht, wie eine Sprecherin der Medienanstalten bestätigte. Dieses Mittel würde beispielsweise nur bei Wiederholungstätern, Vorsatz oder Böswilligkeit eingesetzt.

Video

Das WM-Finale findet am 29. Januar statt. Bereits am Freitag (17.45 Uhr im LIVETICKER) in Rouen steht das erste Spiel der deutschen Auswahl bei der WM gegen Ungarn auf dem Programm.

Am Montag hatte der Sponsor des Deutschen Handballbundes (DHB) angekündigt, einen kommentierten Livestream anzubieten. Ein Studio oder Team vor Ort wird es allerdings nicht geben. Die Übertragung beginnt mit dem Einlaufen der Mannschaften und endet kurz nach dem Spiel.

Das Engagement der Bank war notwendig geworden, weil sich der Rechteinhaber BeIn Sports weder mit öffentlich-rechtlichen noch mit privaten Fernsehsendern in Deutschland einigen konnte. Auch Pay-TV-Sender Sky sowie weitere Streamingdienste hatten die Rechte nicht bekommen.

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