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Moritz Fürste (l.) verlor mit Uhlenhorst im Penaltyschießen © Imago

Der Uhlenhorster HC hat den vierten Titelgewinn in der Euro Hockey League knapp verpasst.

Die Mannschaft von Trainer Kais Al Saadi verlor das Finale der Königsklasse des Hockey im niederländischen Bloemendaal gegen Oranje Zwart mit 5:6 im Shootout. Die Entscheidung zog sich aufgrund von Videobeweisen und Diskussionen schier endlos in die Länge.

In der regulären Spielzeit hatte Niklas Bruns (62.) kurz vor Schluss für den Ausgleich gesorgt. Der UHC hatte den Titel 2008, 2010 und 2012 gewonnen, im vergangenen Jahr triumphierte der Harvestehuder THC.

Der frühere Welthockeyspieler Moritz Fürste vergab mit seinem dritten Penalty die Chance, Hamburg zum Sieg zu schießen. Nach 22 Versuchen im Shootout stand die Entscheidung fest.

"Das tut mir leid für die Mannschaft. Aber so ist der Sport, man muss Verantwortung übernehmen", sagte der enttäuschte Fürste, der sich eine leichte Verletzung am Schienbein und am Rücken zugezogen hatte: "Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft. In 48 Stunden hatten wir drei Spiele. Fußballspieler wären da nicht angetreten."

"Ich stand kurz vor einem Herzinfarkt. So ein spannendes Shootout ist nichts mehr für mein Alter", sagte der 65 Jahre alte UHC-Teammanager Thomas Friedemeyer.

Co-Trainer Benedikt Schmidt-Busse meinte: Es ist hart, dass wir nach einem so tollen Kampf am Ende ohne etwas dastehen. Das Penaltyschießen war ein Wechselbad der Gefühle."

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