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Spieler von Pakistan bei der World Hockey League
Pakistan ist dreimaliger Olympiasieger © Getty Images

Der lang anhaltende Niedergang der früheren Weltmacht Pakistan hat einen neunen Tiefpunkt erreicht: Der dreimalige Olympiasieger und viermalige Weltmeister verpasste beim World-Hockey-League-Turnier in Antwerpen zum ersten Mal die Qualifikation für ein olympisches Turnier.

Das vorzeitige Ende aller Hoffnungen auf das Ticket nach Rio besiegelte die 0:1-Pleite gegen Außenseiter Irland. Pakistan kann damit in Belgien bestenfalls nur noch Siebter werden und die für eine Olympia-Teilnahme notwendige Platzierung unter den besten Fünf nicht mehr erreichen.

Der schwärzeste Tag in Pakistans Nationalsport beschäftigte in der Heimat das ganze Land. Ministerpräsident Nawaz Sharif forderte von Verband und Sportministerium umgehend Erklärung für das Desaster.

Idol und Ex-Nationalmannschaftskapitän Samiullah Khan fasste die Empfindungen der pakistanischen Fans im Gespräch mit der französischen Nachrichtenagentur AFP zusammen: "Wir haben das internationale Hockey dominiert, aber das ist der dunkelste Moment in unserem Nationalsport. Wir könnten nicht trauriger sein."

Pakistans Hockey ist seit seinem letzten internationalen Erfolg beim WM-Turnier vor 21 Jahren in Sydney immer tiefer in die Krise gerutscht. Zuletzt verpasste Pakistan die WM-Endrunde im vergangenen Jahr, nachdem die Asiaten schon 2010 nur Letzte geworden waren.

Bei Olympia, wo Pakistans dritter und bislang letzter Erfolg schon 31 Jahre zurückliegt (1984 in Los Angeles), hatten die Pakistani 2008 in Peking auf Platz acht ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten bei Sommerspielen verbucht und vier Jahr später in London auch nur den siebten Rang belegt.

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