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Bundestrainer Markus Weise will die Olympia-Quali klarmachen
Markus Weise legt sein Amt als Hockey-Bundestrainer am 16. November nieder © Getty Images

Präsident Wolfgang Hillmann vom Deutschen Hockey-Bund (DHB) ist nach dem plötzlichen Abgang von Bundestrainer Markus Weise enttäuscht vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und wünscht sich künftig eine engere Abstimmung.

"Wenn es in Zukunft ein Interesse an einem unserer Trainer gibt, würde ich mich über ein frühes Zeichen des DFB-Präsidiums an unser Präsidium freuen", sagte Hillmann

Der DHB verkündete am Dienstag, neun Monate vor den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro, Weises Wechsel am 16. November zum Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der 52 Jahre alte Weise, der mit den deutschen Frauen 2004 in Athen ebenso Gold gewann wie 2008 in Peking und 2012 in London mit den Männern, soll dem DFB beim Aufbau der neuen Fußball-Akademie helfen.

DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, beim Verband für den Aufbau der Akademie verantwortlich, bestätigte grundsätzlich diese Personalie: "Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, aber wir sind in guten Gesprächen."

Bierhoff berichtetet, dass Weise künftig als "Leiter Konzeptentwicklung" für das Projekt zuständig sein soll: "Das ist eine ganz wichtige Personalie für das Projekt Akademie. Da brauchen
wir einfach jemanden, der den Exzellenzgedanken hat, der ein Team motivieren kann."

DHB-Präsident Hillmann: "Wir hatten die Zielrichtung, dass Markus noch die Olympischen Spiele in Rio macht und dann wechselt. Doch das war nicht zu machen. Rein zeitlich gesehen ist es schwierig, die Vorbereitung auf Rio läuft seit Mai." 

Bis auf weiteres leitet der bisherige Co-Trainer Michael McCann den am Dienstag gestarteten Lehrgang in Mannheim.

Auch Hallencoach Stefan Kermas könnte ein Kandidat für die Nachfolge Weises werden.

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