vergrößernverkleinern
Lukas Podolski spielt seit 2012 beim FC Arsenal

Podolski kann sich beim Aus des FC Arsenal im Ligapokal höchstens für einen Transfer im Winter empfehlen und wird verspottet.

Lukas Podolski hielt die Finger still. Der sonst so mitteilungsfreudige Fußball-Weltmeister ließ nach seiner missglückten Rückkehr in die Startelf des FC Arsenal lieber erst einmal die sozialen Medien ruhen.

Dafür äußerten sich andere.

"Weitestgehend unsichtbar" sei der 29-Jährige beim Aus im englischen Ligapokal gegen den FC Southampton gewesen, hieß es bei der BBC.

"Podolski tat nicht viel, um zu beweisen, dass er mehr Spielzeit verdient", schrieb der Independent.

Chance vertan

Podolski hat die Chance vertan, sich bei Teammanager Arsene Wenger wieder für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Bei seinen vorherigen drei Einsätzen in dieser Saison war der Kölner in der Premier League und in der Champions League jeweils erst kurz vor Schluss eingewechselt worden. 

Der Trainer hat nach der dürftigen Vorstellung gegen die Saints keinen Grund, etwas daran zu ändern.

Dass im Emirates Stadion auch andere prominente Arsenal-Profis wie Tomas Rosicky oder Jack Wilshere versagten, macht die Sache nicht besser.

Unbefriedigende Situation

Die Situation bei den Gunners ist für Podolski unbefriedigend. Und daran wird sich so schnell nichts ändern.

So mancher auf der Insel glaubt, dass sich der Nationalspieler mit dem Auftritt gegen den Ligazweiten Southampton, der im Sommer für mehr als 120 Millionen Euro Spieler verkauft hatte, nachhaltig für einen Wintertransfer empfohlen hat.

Mit seiner Schwerfälligkeit sei er mittlerweile "völlig fehl am Platz", meint etwa das Magazin Bleacher Report. Aber Podolski habe bei Arsenal ohnehin stets "ein bisschen wie ein eckiger Pflock im runden Loch" gewirkt.

Pause für Özil und Mertesacker

Während Podolski enttäuschte, waren die anderen Weltmeister gar nicht dabei.

Der in den vergangenen Wochen häufiger scharf kritisierte Mesut Özil gehörte nicht zum Kader, Per Mertesacker saß wegen Problemen in der Gesäßmuskulatur 90 Minuten auf der Bank.

Am Samstag soll Mertesacker im Ligaspiel gegen Tottenham Hotspur wieder auflaufen.

Wenger nach Aus gnädig

Wenger gab sich nach der Niederlage gnädig. "Ich kann mich über den Einsatz nicht beschweren", sagte der 64-Jährige: "Wir haben gut angefangen und dann zwei unnötige Fehler begangen."

Alexis Sanchez (14.) hatte Arsenal mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung geschossen. "Fantastisch" fand Wenger den Schuss des Neuzugangs, danach war es mit der Herrlichkeit vorbei.

Dusan Tadic (20./Foulelfmeter) und Nathaniel Clyne (40.) sorgten im Drittrundenspiel für die Wende, für Arsenal ist die erste Titelschance weg.

Verrückter Elferkrimi in Liverpool

Im Achtelfinale steht dagegen Vizemeister FC Liverpool. Die Reds setzten sich in einem verrückten Elfmeterschießen mit 14:13 gegen den Zweitligisten FC Middlesbrough durch.

Albert Adomah verschoss den entscheidenden 30. Versuch.

Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden.

Ebenfalls weiter kam Robert Huth mit Stoke City.

Der in der Liga noch nicht eingesetzte Verteidiger stand beim 2:1 (1:1)-Erfolg beim FC Sunderland in der Startelf.

Derweil feierte Zweitligist FC Fulham im zweiten Spiel nach der Entlassung von Teammanager Felix Magath mit dem 2:1 (1:0) gegen den Drittligisten Doncaster Rovers den ersten Sieg.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel