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Kevin Kuranyi spielt seit 2010 für Dynamo Moskau
Kevin Kuranyi spielt seit 2010 für Dynamo Moskau © getty

Russland will die Zahl der ausländischen Sportler in den nationalen Ligen reduzieren. Das kündigte der russische Sportminister Witali Mutko am Mittwoch an.

Die Dominanz von ausländischen Spielern habe laut dem 55-Jährigen negative Auswirkungen auf die Leistungen der russischen Nationalmannschaften.

"Wir wollen in Russland geborene Spieler auf den Schlüsselpositionen der Klubs haben", erklärte Mutko.

Die Zahl der ausländischen Fußballer in der Premjer Liga werde auf sechs Akteure reduziert. Derzeit dürfen maximal sieben Legionäre eingesetzt werden, sich aber weit mehr im Kader befinden.

So haben beispielsweise ZSKA Moskau und Dynamo Moskau aktuell jeweils elf ausländische Profis unter Vertrag.

Eishockey-, Volleyball- und Basketballvereine dürfen künftig höchstens drei ausländische Spieler unter Vertrag nehmen. Anfang nächsten Jahres soll das Gesetz in Kraft treten.

"Dazu gibt es keine Alternative", stellte Mutko klar.

Der Minister reagiert mit dem Entwurf auch auf das frühe Ausscheiden der russischen Fußball-Nationalmannschaft in Brasilien 2014.

Dort war das Team bereits in seiner Vorrundengruppe mit Belgien, Algerien und Südkorea gescheitert. Ziel ist es, die Schwächen bis zur Fußball-WM 2018 im eigenen Land abzustellen.

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