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Reto Felder spielt seit 2010 für den FC Muri

Ein äußerst unappetitlicher Vorfall sorgt derzeit für große Aufregung im Schweizer Fußball.

Ein Fan des Viertligisten FC Baden sollen beim Derby gegen Lokalrivale FC Muri (3:2) am vergangenen Samstag in die Trinkflasche des gegnerischen Torhüters Reto Felder uriniert haben.

Der unwissende Felder (34) trank kurz darauf aus der Flasche. Jetzt will er den Anhänger anzeigen.

"So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist eine primitive Sauerei", zitierte der Blick den Keeper in einer Meldung über den "Piss-Skandal".

Felder hat "immer noch Ekelgefühle". Beim ersten Schluck aus der Flasche habe er noch gedacht, die Sonne habe das Getränk erwärmt, berichtete er weiter.

"Beim zweiten Schluck merkte ich, dass etwas faul war."

Die berüchtigten Baden-Fans sangen danach, Felder werde sich mit Aids infizieren. Ein vom Blick befragter Professor für Infektiologie gab diesbezüglich allerdings Entwarnung.

Der Schweizerische Fußball-Verband (SFV) teilte über Pressesprecher Marco von Ah mit, dass er den Vorfall "aufs Schärfste" verurteile.

Bei einer möglichen Bestrafung seiner Anhänger will der FC Baden jedoch nicht zu hart vorgehen.

"Wir müssen den Ball flach halten. Ich möchte nicht, dass die morgen bei mir vor der Haustür stehen", sagte Klubpräsident Thomi Bräm über den "Lausbubenstreich".

Muri-Coach Beat Hubeli sprach von einer "Geschmacklosigkeit" und meinte: "Jedes Spiel gegen Baden ist ein Hoch-Risiko-Spiel. Ich bin überzeugt, diese Fans werden das wieder versuchen."

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