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Mark Pieth spricht von einer "heiklen Sache"

Der ehemalige FIFA-Reformbeauftragte Mark Pieth hat den Fußball-Weltverband aufgefordert, die Ermittlungsergebnisse zu den Korruptionsvorwürfen rund um die WM-Vergaben an Russland 2018 und Katar 2022 zu veröffentlichen.

"Es ist unheimlich wichtig, dass die FIFA jetzt Vertrauen schafft. Deshalb braucht es Transparenz. Die Sache ist viel zu heikel und hat eine solche Dimension angenommen, dass in der Öffentlichkeit nicht das Gefühl aufkommen darf, Dinge würden unter den Teppich gekehrt", sagte der Anti-Korruptions-Experte und Kriminologe aus Basel der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Pieth war seit 2011 maßgeblich an der Einführung einer Compliance bei der FIFA beteiligt gewesen und beendete seine Arbeit im vergangenen Jahr.

Die zuständige FIFA-Ethikkommission hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass der Bericht und seine Ergebnisse nur für die interne Verwendung vorgesehen seien. "Das läuft in die falsche Richtung.

Für eine Veröffentlichung müssten noch nicht einmal die FIFA-Regeln geändert werden. Es ginge ja an manchen Stellen nur darum, Zeugen zu schützen und Namen zu schwärzen. Das wäre kein Problem", sagte Pieth.

Der Spruchkammervorsitzende der Ethikkommission, Hans-Joachim Eckert, prüft den 350 Seiten langen Untersuchungsbericht auf seine formale Richtigkeit.

Danach könnte er entweder weitere Prüfungen vornehmen oder Verfahren einleiten.

Den Bericht hatte FIFA-Chefermittler Michael Garcia, ein früherer amerikanischer Staatsanwalt, zusammengestellt.

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