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Michael J. Garcia ist seit Juli 2012 Chef der FIFA-Ethikkommission

Für den deutschen Richter Hans-Joachim Eckert stehen rechtliche Probleme einer kompletten Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten "Garcia-Reports" entgegen.

"Den Untersuchungsbericht integral zu veröffentlichen, würde die FIFA-Ethikkomission sowie die FIFA insgesamt in eine äußerst schwierige rechtliche Situation bringen", sagte der Vorsitzende der rechtssprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission in einem Interview auf der Internetseite des Weltverbandes: "Darüber hinaus müssen wir die Persönlichkeitsrechte der im Bericht genannten Personen wahren, was im Falle einer integralen Veröffentlichung des Untersuchungsberichts aller Voraussicht nach nicht gegeben wäre."

Der Chefermittler Michael Garcia hatte seinen Untersuchungsbericht zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der WM-Vergabe für die Jahre 2018 an Russland und 2022 an Katar Anfang September an Eckert übergeben.

"Nach dem gegenwärtigen Stand der Dinge wird die Stellungnahme spätestens Mitte November fertiggestellt", sagte Eckert.

Der Deutsche betonte zudem, dass er gegenwärtig an einer "geeigneten Form" der Veröffentlichung arbeite: "Ob diese geeignete Form in einer Stellungnahme zum Untersuchungsbericht besteht oder ob gewisse Teile des Untersuchungsberichts anonymisiert veröffentlicht werden, ist Teil meiner derzeitigen Abklärungen. Auch eine Kombination dieser Möglichkeiten wäre denkbar", betonte er.

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