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Monacos Präsident Dmitri Rybolowlew droht Ungemach

Am Wochenende ist klar geworden, weshalb Champions-League-Teilnehmer AS Monaco im Sommer massiv Stars verkauft oder verliehen hat.

Der französische Vizemeister, Gegner von Bayer Leverkusen in der Königsklasse, musste trotz der Verkäufe von James Rodriguez (für mindestens 80 Millionen Euro zu Real Madrid), Emmanuel Riviere (für acht Millionen zu Newcastle) und Radamel Falcao (für zehn Millionen an Manchester United ausgeliehen) in der vergangenen Saison Verluste von 94 Millionen Euro einräumen.

Wegen des Verstoßes gegen das Financial Fair Play müssen die Monegassen, die momentan im Mittelfeld der Liga dümpeln, deshalb am 7. November in Nyon vor der UEFA erscheinen.

Nach Angaben der Sport-Tageszeitung "L'Equipe" will der russische Eigentümer des Vereins, Dimitri Rybolowlew, Kredite in Höhe der Schulden in Zuschüsse umwandeln, sodass der steuerlich extrem begünstigte Klub sogar ein Plus von 72.000 Euro ausweisen könnte.

Laut eines Berichts der Finanzkontroll-Kommission an den französischen Verband haben die 40 Profivereine der 1. und 2.Liga in der vergangenen Saison 202 Millionen Euro Verlust eingefahren. 2012/13 waren es nur 39 Millionen.

Die Zahlen werden durch Kapitalerhöhungen oder Verzicht auf Kreditrückzahlungen dürften gewiss noch geschönt werden.

Festzuhalten allerdings bleibt, dass der französische Fußball im operativen Geschäft einen Verlust von sage und schreibe 395 Millionen Euro gemacht hat, der nur "gemildert" wurde, weil für 193 Millionen Euro mehr Spieler ver- als eingekauft wurden.

Auch Bayerns Gegner in der Champions League, der AS Rom, wurde von der UEFA für November zu einer Anhörung eingeladen.

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