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Michael J. Garcia ist seit Juli 2012 Chef der FIFA-Ethikkommission

Michael J. Garcia macht Ernst: Der Chefermittler der FIFA-Ethikkommission kündigte beim Weltverband vorschriftsgemäß seinen Einspruch gegen den Bericht des Münchner Richters Hans-Joachim Eckert über die Ergebnisse seiner Untersuchungen zum Korruptionsverdacht gegen die nächsten WM-Gastgeber Russland (2018) und Katar (2022) an.

Den Eingang von Garcias Mitteilung bestätigte die FIFA.

Garcia hatte am vergangenen Donnerstag schon kurz nach Veröffentlichung der Zusammenfassung Eckerts, der in der FIFA-Ethikkommission Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer ist, Protest gegen die Bewertungen seiner auf über 400 Seiten dargestellten Ermittlungsergebnisse zu den Manipulationsvorwürfen in Aussicht gestellt.

Laut den FIFA-Disziplinarstatuten muss der ehemalige US-Bundesanwalt seinen Widerspruch nun innerhalb von sieben Tagen schriftlich begründet beim Verband einreichen.

Sollte die FIFA-Berufungskommission Garcias Einspruch zurückweisen, könnte der US-Amerikaner den internationalen Sportgerichtshof CAS anrufen.

Seit Garcias Protestankündigung wegen "unvollständiger und falscher" Darstellungen seiner Untersuchungen schießen Spekulationen über den Wert von Eckerts Bericht ins Kraut und werden wieder immer mehr Forderungen nach Veröffentlichung seines Reports laut.

Eckert sieht in der Summe von Garcias Resultaten keine Anhaltspunkte für Korruption bei der Vergabe der beiden nächsten WM-Turniere vor vier Jahren und deswegen auch keine Grundlage für eine Neuvergabe der WM-Endrunden 2018 und 2022.

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