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Die FIFA muss sich mit der Wettbewerbskommission der EU auseinandersetzen
Die Transaktionen der FIFA sollen genauer untersucht werden © getty

Schärfere Kontrollen für die FIFA und Co.: Die Schweiz nimmt im Kampf gegen Korruption die finanziellen Transaktionen von internationalen Sportverbänden genauer unter die Lupe.

Am Freitag beschloss das Schweizer Parlament eine Gesetzesänderung, durch die das Führungspersonal der dort über 60 ansässigen Sportverbände als "politisch exponierte Personen" bei entsprechendem Verdacht einfacher kontrolliert und Ermittlungen eingeleitet werden können.

Der Beschluss ist Teil eines Maßnahmenpaketes als Reaktion auf die ständigen Korruptionsvorwürfe gegen den Fußball-Weltverband mit seiner Zentrale in Zürich.

An den Steuervorteilen, die die Verbände in der Schweiz genießen, ändert sich aber nichts.

Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit Sitz in Lausanne, begrüßte die Änderung und erklärte, dass das IOC diesen Beschluss vollständig unterstütze: "Die Entscheidung der Schweiz stimmt mit unserer heutigen Praxis überein und wir begrüßen sie von ganzem Herzen."

Im November hatte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter im Zusammenhang mit den von Chefermittler Michael Garcia untersuchten Vergaben der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar die Bundesanwaltschaft in Bern persönlich eingeschaltet und Strafanzeige gestellt.

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